Wildcamping eindämmen: Kastelruth geht voran, HGV steht geschlossen dahinter

Bozen – Der Bezirk Bozen und Umgebung des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) unterstützt das Vorhaben der Gemeinde Kastelruth, das Wildcamping künftig klar zu regulieren und sich dabei an der Musterverordnung des Südtiroler Gemeindeverbands zu orientieren. Auf deren Erlass hatte der HGV bereits seit Monaten gedrängt.

Gerade in den Hochsaisonen im Winter und im Sommer nimmt das wilde Campen in vielen Teilen Südtirols stark zu – mit bekannten negativen Auswirkungen auf Umwelt, Ordnung und Sicherheit. „Als HGV weisen wir seit geraumer Zeit auf dieses Phänomen hin, weil es mittlerweile zahlreiche Täler und Ortschaften betrifft. Eine klare Reglementierung ist notwendiger denn je“, betont Daniel Stuflesser, Obmann des HGV-Bezirks Bozen und Umgebung.

Der HGV begrüßt daher ausdrücklich den Schritt der Gemeinde Kastelruth, konkrete Maßnahmen gegen Wildcamper zu setzen, darunter auch Nachtparkverbote. Diese seien ein wichtiges Instrument, um einem ausufernden Verhalten entgegenzuwirken und gleichzeitig Einheimische wie Gäste zu schützen.

In seiner Presseaussendung verweist der HGV zudem auf die jüngst vom Südtiroler Gemeindeverband erlassene Musterverordnung zur Regulierung des Wildcampings. Diese soll den Gemeinden als rechtliche Grundlage dienen. Der Verband hofft nun, dass weitere Gemeinden rasch dem Beispiel Kastelruths folgen.

„Mit Blick auf die bevorstehende Reisezeit im Frühjahr sollte nicht noch ein weiteres Jahr vergehen, bis dieses Problem in unseren Tälern und Orten wirksam geregelt wird“, so Bezirksobmann Daniel Stuflesser abschließend.

Im Bild: Daniel Stuflesser, HGV-Obmann des Bezirkes Bozen und Umgebung