Inferno in Crans-Montana: Explosion in Bar fordert rund 40 Todesopfer und Dutzende Verletzte

In der Neujahrsnacht brach in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana im Kanton Wallis, Schweiz, ein verheerender Brand aus, offenbar nach einer Explosion. Rund 115 Menschen wurden verletzt, viele davon schwer, mindestens 40 Personen kamen ums Leben. Augenzeugen berichten von Chaos und Panik, als der Raum in Flammen stand.

Die Schwerverletzten wurden per Rettungshelikopter aus dem Wallis in die beiden Schweizer Spezialzentren für Brandverletzungen an den Universitätsspitälern Zürich und Lausanne (CHUV) transportiert. In Lausanne befinden sich aktuell 22 Patientinnen und Patienten, in Zürich über ein Dutzend Brandopfer. Vier weitere Personen werden im Universitätsspital Genf (HUG) behandelt, zudem betreut die Berner Insel Gruppe Verletzte aus Crans-Montana. Alle Kliniken haben ihre Kapazitäten erhöht und Notfallteams mobilisiert.

Die Ursache des Unglücks wird von der Staatsanwaltschaft untersucht. Ein Attentat wurde ausgeschlossen, Verdächtige gibt es nicht. Die Ermittler prüfen mehrere Hypothesen, darunter eine Explosion nach Brandausbruch, und werten Zeugenaussagen sowie sichergestellte Mobiltelefone aus. Priorität hat die Identifizierung der Todesopfer, um den Angehörigen Gewissheit zu geben.

Bundespräsident Guy Parmelin besuchte Crans-Montana, überbrachte den Angehörigen die Beileidswünsche von Bundesrat und Parlament und lobte das Engagement der Rettungskräfte. Die Fahnen am Bundeshaus werden für fünf Tage auf Halbmast gesetzt. Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard sprach von einer «schrecklichen Zeit» für die Familien der Opfer und betonte, dass viele Verletzte noch in kritischem Zustand seien.