Die französische Filmikone Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte ihre Stiftung mit. „Die Stiftung Brigitte Bardot gibt mit unsäglicher Trauer den Tod ihrer Gründerin und Präsidentin, Madame Brigitte Bardot, bekannt“, heißt es in der Erklärung. Angaben zu Zeitpunkt und Umständen ihres Todes machte die Stiftung nicht.
Bardot wurde 1934 in Paris geboren und drehte mehr als 50 Filme. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 1956 mit Und ewig lockt das Weib. Es folgten Rollen in Klassikern wie Die Wahrheit, Die Verachtung und Viva Maria!. Sie arbeitete mit bedeutenden Regisseuren ihrer Zeit zusammen und zählte zu den meistfotografierten Frauen der Welt.
Anfang der 1970er Jahre zog sich Bardot vollständig aus dem Filmgeschäft zurück. Fortan widmete sie ihr Leben dem Tierschutz. Mit dem Erlös aus der Versteigerung von Immobilien, Schmuck und persönlichen Erinnerungsstücken gründete sie die Stiftung Brigitte Bardot, die sich dem Schutz bedrohter Tiere weltweit verschrieb.
In den vergangenen Jahrzehnten sorgte Bardot jedoch wiederholt für Kontroversen. Wegen rassistischer Äußerungen wurde sie mehrfach verurteilt, unter anderem zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro. Zudem kritisierte sie im Zuge der #MeToo-Bewegung Schauspielerinnen, die sexuelle Belästigung öffentlich machten.
Zuletzt lebte Brigitte Bardot zurückgezogen in ihrem Haus in Saint-Tropez. Über ihren Gesundheitszustand hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, die sie selbst dementierte. Nun ist eine der widersprüchlichsten Figuren der Filmgeschichte gestorben: eine Frau, die den Mythos des Stars verkörperte – und ihn zugleich verließ.