Der deutsche Schauspieler Uwe Kockisch ist am Montag im Alter von 81 Jahren in Madrid verstorben. Bekannt wurde er vor allem als Commissario Brunetti in den ARD-Verfilmungen der Donna-Leon-Krimis, die er von 2003 bis 2019 verkörperte.
Geboren 1944 in Cottbus, absolvierte Kockisch seine Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Sein erstes Theaterengagement führte ihn ans Cottbuser Stadttheater, später war er 20 Jahre lang festes Ensemblemitglied am Berliner Maxim-Gorki-Theater. Parallel dazu wirkte er ab den 1970er Jahren in Film und Fernsehen, unter anderem in den Serien Zappek und Weissensee, für die er 2011 stellvertretend für das Ensemble den Deutschen Fernsehpreis erhielt.
Kockischs Lebensweg war von der Geschichte seiner Zeit geprägt: 1961 scheiterte er mit einem Fluchtversuch aus der DDR und verbrachte rund ein Jahr im Gefängnis. Später bezeichnete er diese Erfahrung als prägend für seine künstlerische Arbeit.
Privat lebte Kockisch zwischen Madrid und Berlin. Mit seinem Tod verliert die deutsche Kulturszene einen Schauspieler, der auf Bühne und Leinwand gleichermaßen mit Tiefe, Intensität und gesellschaftlicher Reflexion überzeugte.