Castel Lebenberg im Zeichen der Weinkultur

Marling/Castel Lebenberg – Castel Lebenberg bot am Wochenende die Bühne für ein besonderes Treffen der Stehweingesellschaft Lebenberg in Zusammenarbeit mit der Marlinger Weinkultur. Zahlreiche Gäste aus Weinwirtschaft, Gastronomie und Tourismus folgten der Einladung. Von der Marketinggesellschaft Meran waren Direktor Andreas Winkler und Mitarbeiter Thomas Haberer anwesend.

Schlossherrin Anouschka van Rossem begrüßte die Anwesenden und freute sich, dass ihr Schloss als Veranstaltungsort gewählt wurde. Sie erinnerte an ihren vor zehn Jahren verstorbenen Vater sowie an Kurt „Pitt“ Kaunz, der eine besondere Verbindung zu Lebenberg pflegte.

Manfred Ebner blickte auf die Wiedergründung der Stehweingesellschaft vor 30 Jahren zurück. Helmuth Köcher ergänzte mit einem Überblick über die Geschichte der Vereinigung. Besonders würdigte er Josef Friedrich Lentner, Schriftsteller und Maler, der im 19. Jahrhundert auf Castel Lebenberg lebte. Lentner engagierte sich in der Fremdenkommission von Meran und trug wesentlich zur Entwicklung des Kurwesens und zur Gründung der Kurverwaltung bei. Zudem hob Köcher die historische Bedeutung von Erzherzog Johann für die regionale Weinkultur hervor.

Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung von Peppi Tischler, der 20 Jahre Obrist der Gesellschaft war sowie Helmuth Köcher, der seit zehn Jahren dieses Amt innehat.

Hansjörg Ganthaler kündigte an, dass die Marlinger Weinkultur künftig gemeinsam mit den Vinum Hotels den Südtiroler Weinkulturbotschafter küren wird. Er betonte die strengen Aufnahmebedingungen und laufenden Kontrollen der Vinum Hotels.

Der Vizepräsident des Tourismusvereins, Johannes Mairhofer, betonte, wie wichtig thematische Schwerpunkte für die Öffentlichkeitsarbeit eines Ortes seien. „Weinkultur und Genuss sind ein starkes Aushängeschild für Marling“, sagte er. Auch Bürgermeister Felix Lanpacher unterstrich den Wert der Weinkultur für Tourismus, Gastronomie und Landwirtschaft – ein Gewinn für Einheimische und Gäste gleichermaßen.

Für kulinarische Höhepunkte sorgte Walter Mairhofer mit dem Marlinger Stangenkäse Marnea, Blauburgunder-Chutney und der Marlinger Weinpraline, die alle Gäste erhielten. Neu vorgestellt wurde der Weingugelhupf, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Landeshotelfachschule und den Schülern Carolin Schölzhorn, Damian Frick und Tobias Jocher. „Es soll die zarteste Versuchung werden, seit es den Gugelhupf gibt“, versprach Mairhofer. Außerdem kündigte er für Frühjahr 2026 einen Roman an, der die Marlinger Weinkultur literarisch aufgreift.

Zum Abschluss bedankte sich Mairhofer bei Helmuth Köcher von der Stehweingesellschaft und Hansjörg Ganthaler von den Vinum Hotels für die Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank ging an die Gemeindeverwaltung von Marling und den Tourismusverein Marling mit Direktor Hannes Kofler und Johannes Mairhofer für die Unterstützung.

Foto von links: Helmuth Köcher, Obrist der Stehweingesellschaft und Koordinator des Meran WineFestivals, Johannes Mairhofer, Vizepräsident Tourismusverein Marling, Felix Lanpacher, Bürgermeister von Marling, Anouschka van Rossem, Schlossherrin auf Castel Lebenberg, Manfred Ebner, Initiator für die Wiedergründung der Stehweingesellschaft, Hansjörg Ganthaler, Präsident der Vinum Hotels und Walter Mairhofer, Koordinator der „Lebendigen WeinKultur Marling“