Bildung – Betreuung – Freizeit 2030: Erfolg durch neue Konzepte und Mut zur Veränderung

Im Rahmen des Projekts „Bildung – Betreuung – Freizeit 2030“ fordern Gabriele Morandell, Vorsitzende der Sozialen Mitte der Südtiroler Volkspartei (SVP), und Andreas Pramstraller, stellvertretender Vorsitzender, einen mutigen und ergebnisoffenen Reformprozess für Südtirols Bildungs- und Betreuungssystem.

„In den letzten Jahren wurde viel über Bildung, Betreuung und Freizeitgestaltung gesprochen – von der Kleinkindphase bis zum Abschluss der Oberstufe. Oft blieb es jedoch bei Ideen, kleineren Anpassungen oder Verbesserungen einzelner Bereiche. Eine grundlegende Weiterentwicklung blieb aus. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an den Grundpfeilern unseres Systems zu rütteln und Bildung, Betreuung und Freizeit konsequent miteinander zu vernetzen“, erklärt Pramstraller.

Besonders dringlich sei die Lage vieler Familien: „Viele Kinder, Jugendliche und Eltern sind überfordert, der Alltag ist kaum mehr organisierbar. Kinder hetzen von einer Aktivität zur nächsten, während beide Eltern arbeiten müssen, um finanziell über die Runden zu kommen. Und zahlreiche Oberschülerinnen und -schüler wünschen sich die Möglichkeit, neben dem Basiswissen verstärkt jene Fächer zu vertiefen, die sie wirklich interessieren“, so Pramstraller.

Als konkrete Maßnahmen schlagen Morandell und Pramstraller unter anderem den Ausbau einer verlässlichen Kleinkindbetreuung vor dem Kindergarten, die Einführung von Ganztagsschulen mit Kernunterricht, Hausaufgabenhilfe, Mittagstisch und Kooperation mit außerschulischen Partnern, sowie ein mögliches Modularsystem in der Oberstufe, das neben Grundkompetenzen die individuellen Stärken und Interessen der Jugendlichen stärker fördert.

„Unsicherheit vor Veränderung und mangelnde Offenheit zur Zusammenarbeit haben bisher viele Entwicklungen verhindert. Doch wir müssen uns ehrlich fragen: Ist das Festhalten am Status quo wirklich gut für unsere Kinder – oder wäre mehr Mut zur Veränderung nicht eine Erleichterung für alle Beteiligten?“, betont Morandell.

Zugleich weisen beide darauf hin, dass Veränderungen nicht überall gleich umgesetzt werden können: „Die Realitäten in Städten, größeren Gemeinden und ländlichen Dörfern unterscheiden sich deutlich. Ein solcher Wandel braucht Zeit und kann nicht von heute auf morgen erfolgen.“ Sowohl Morandell, als auch Pramstraller stellen sich  hinter die zuständigen Landesräte Philipp Achammer und Rosmarie Pamer, die auf die Unterstützung der Sozialen Mitte in der SVP bauen können.

Für Morandell und Pramstraller steht fest: „Die Politik muss jetzt einen ergebnisoffenen Veränderungsprozess einleiten und konsequent vorantreiben. Gelingen kann er nur, wenn alle Partner – von Eltern über Vereine bis hin zu Pädagoginnen und Pädagogen – eingebunden werden und ohne Vorurteile zusammenarbeiten. Das Wohl und die Entwicklung der Kinder müssen dabei im Mittelpunkt stehen.“

Am Ende profitieren alle: Kinder, Eltern, Lehrkräfte – und letztlich die gesamte Gesellschaft.

Im Bild: Gabriele Morandell