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GRANDHOTEL KULTURSOMMER 2022 – einfach grenzenlos

25 Maggio 2022

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GRANDHOTEL KULTURSOMMER 2022 – einfach grenzenlos

Die Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Simon Gaudenz eröffnet am 9. Juli die diesjährigen Gustav-Mahler-Musikwochen/© Tobias Tanzyna

Kultur kann das, was andere Lebensbereiche oft nur schwer schaffen. Sie überrascht. Sie vereint Gegensätze. Sie öffnet Grenzen. Sie ist für alle da. Mit diesem Geist geht das Euregio Kulturzentrum Toblach in den musikalischen Sommer. „Kultur prägt die Menschen, sie verbindet und berührt sie”, sagte Sigisbert Mutschlechner, Präsident der Stiftung. Kein bloßer Spruch, steht doch das heurige Programm für Abwechslung und ganz unterschiedliche Blicke in die Welt der Kultur, wie auf der Pressekonferenz zur Eröffnung deutlich wurde. Man wolle ein neues Publikum gewinnen, Kindern und Jugendlichen einen Platz geben und weiterhin auch jene begeistern, für die das Kulturzentrum seit jeher ein fester Anlaufpunkt ist.

Mutschlechner ging zunächst auf das Programm des Kultursommers und einige Höhepunkte ein. Dazu gehört schon das erste Konzert des Kultursommers, das am selben Abend stattfand (Anmerkung: 25. Mai). Herbert Pixner und Thomas Gansch brachten einen ausverkauften Gustav-Mahler-Saal mit ihrer neuen Formation „Alpen & Glühen” zum Beben. Eine besondere Freude, auch für die Künstlerinnen und Künstler selbst, so Herbert Pixner. „Als die Pandemie 2020 über die Welt hereingebrochen ist, war das für die Kulturszene eigentlich ein Dolchstoß. Dennoch gab es mir die Möglichkeit und die zeitliche Kapazität, einen lange gehegten, musikalischen Wunsch Realität werden zu lassen und gemeinsam mit Thomas Gansch ein für uns beide besonderes Projekt auf die Beine zu stellen. Mit großartigen Mitmusiker*Innen ist es gelungen, „Alpen & Glühen“ zum Leben zu erwecken und unsere gesamte langjährige Erfahrung als Musiker in einem gemeinsamen Projekt zu bündeln. Nun damit endlich auf der Bühne stehen zu können und mit unserer Musik den Toblacher Kultursommer 2022 zu eröffnen, ist mir eine ganz besondere Freude!”

Weitere Beispiele für die große Bandbreite, die das Publikum in diesem Sommer in Toblach erleben kann, sind die drei Musik-im-Park-Abende unter den Mottos „Dialekt”, „Grill&Chill” und „Magnifique”, das Langis.klong Open Air mit LaBrassBanda am 10. Juni, Konzerte des Euregio Jugendblasorchesters, des Ensembles Diderot unter Violinist Johannes Pramsohler und ein Gastkonzert des Amarida Ensembles mit Klarinettistin Andrea Götsch. Außerdem macht der Kärntner Theaterwagen „Porcia” am 9. August bereits zum zweiten Mail im Park halt und spielt ein Stück für Kinder und eines für Erwachsene.

Nicht wegzudenken vom musikalischen Sommer in Toblach sind seit über 40 Jahren die Gustav-Mahler-Musikwochen. „Gustav Mahler und Toblach sind eine Marke, die in den Köpfen der Menschen eingeprägt ist”, sagte Mutschlechner. Hansjörg Viertler, Präsident des Vereins, der die musikalische Hommage an Komponist Gustav Mahler seit Anfang an begleitet, freut sich schon auf zwei Wochen im Zeichen Mahlers: „Gustav Mahler – vom Ursprung bis in die Zukunft könnte der Titel unserer diesjährigen Musikwochen lauten. Denn stimmig hat Josef Lanz ein Programm entworfen, das einen Blick auf Mahlers Frühwerk, sein Umfeld und seinen Einfluss auf nachfolgende Generationen wirft. Schon mit dem Eröffnungskonzert des Festivals am 9. Juli präsentiert die Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Simon Gaudenz Mahlers Fünfte Symphonie mit dem berühmten Adagietto.”

Das Budafok Dohnányi Orchestra unter der Leitung von Roberto Paternostro wird neben Haydns Symphonie Nr. 99 in Es-Dur Hob I:99 am Ort seiner Entstehung „Das Lied von der Erde“ erklingen lassen. Gustav Mahler hat das Werk 1908 während seines Sommeraufenthaltes in Toblach komponiert. Neben den beiden Orchestern, die Auftakt und Abschluss der Mahlerwochen bilden, gibt es unter anderem Auftritte des Tiroler Landesjugendorchesters des Kammerensembles Orchestra for the Earth, des Mahler Orchestra Toblach, des Esmé Quartetts und des Kammerchors Stuttgart. Auch bildlich und in seiner Rezeption kommt Mahler zu den Interessierten. Neben einer Filmvorführung sind eine internationale Konferenz zur kompositorischen Rezeption des großen Meisters, eine Ausstellung und die Aufführung von neuen, von Mahler inspirierten Werken junger Komponisten geplant.

Mit den Festspielen Südtirol geht der Kultursommer in Toblach in den Endspurt. Von 26. August bis 17. September gehört dann die Bühne wieder der Jugend, haben sich die Festspiele doch längst zur Plattform für junge Musiker*innen etabliert. Gerade ganz unterschiedliche Formationen will man dem Publikum hier präsentieren, wie Christian Gartner, Präsident der Festspiele, erzählte.

Die Festspiele beginnen am 26. August mit Mezzosopran Anna Maria Chiuri, Tenor Jon Jurgens, Windkraft & I Virtuosi Italiani und sechs Tänzer des Mvula Sungani Physical Dance Ensembles, die Das Lied von der Erde“ aufführen werden. Dann werden 50 junge Musiker*innen des HoBla-O, dem Holzblasorchester der Landesdirektion „Deutsche und Ladinische Musikschule“ unter dem Motto „Movie of Life” und unter der Leitung von Dirigent Walter Ratzek am 31. August zeigen, welch hohes musikalisches Niveau sie bereits erreicht haben. Erstmals seit der Uraufführung wird am 8. September Mahlers epische Neunte Symphonie vom Mahler Academy Orchestra unter Dirigent Philipp von Steinaecker auf Originalinstrumenten aufgeführt (https://www.busoni-mahler.eu/academy/de/originalklang-project/).

Die junge Trompeterin Selina Ott, wird am 10. September begleitet am Flügel von En-Chia Lin unter anderem Werke von Peskin, Poulenc und Chopin spielen: ein absolutes Highlight. Der Abschluss der Festspiele Südtirol obliegt am 17. September Lokalmatadorin Marion Feichter mit ihrem Album release „The Age of Unease”.

Für 2023 feilen die beiden neuen künstlerischen Leiter der Festspiele Südtirol Christoph Bösch und Josef Feichter schon fleißig am Programm und an einer Neuausrichtung, so Gartner.

Pünktlich zum Start des Kultursommers traf auch das neue Kuratorium der Stiftung zum ersten Mal zusammen, wie Sigisbert Mutschlechner erfreut mitteilte. Mit Bettina Kerer, Anton Kosta, Michil Costa, Maria Niederstätter, Federico Giudiceandrea, Claudio Martinelli, Helmut Schmid und André Comploi gehören insgesamt acht Persönlichkeiten aus der Europaregion dem Kuratorium an. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und werden die Stiftung in Zukunft in ihrer Arbeit unterstützen.

Auch die Ausstellung „FARBAKKORDE – malerische Extrakte aus Mahlers Symphonien“ von Siegfried Antonello Schwendtner wurde im Rahmen des Kultursommers eröffnet und ist noch bis zum 17.09. für das Publikum geöffnet.

Das Esmé Quartett konzertiert am 15. Juli im Gustav-Mahler-Saal/© Sihoo Kim

Im Bild: Theater im Park am 9. August mit dem Kärntner Straßentheater „Porcia“/© Marco Riebler

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