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Nikolaustreffen im Haus der Familie

5 Dicembre 2021

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Nikolaustreffen im Haus der Familie

Weiße Rauschebärte, roter Umhang, Mitra, das Goldene Buch und Bischofsstab: 20 Männer und Frauen aus verschiedenen Teilen des Landes sind gestern Abend in das Haus der Familie gekommen und haben mit Familienseelsorger Toni Fiung über die Rolle des Nikolaus, über Erwartungen der Kinder und über die Umsetzung des Nikolausbesuchs in der Pandemie-Zeit gesprochen. Abschließend haben die Nikolausdarstellerinnen und -darsteller in der Waldkirche von Lichtenstern um Gottes Segen gebeten und sich bei einem Umtrunk ausgetauscht. Der Nikolausabend kann kommen.

Es war eine farbenfrohe Feier der Begegnung im Zeichen des Nikolaus. Am gestrigen Donnerstag-Abend (2. Dezember) haben sich im Haus der Familie am Ritten 20 Nikoläuse aus dem Großraum Bozen, aus dem Überetsch, Unterland, Burggrafenamt und Eisacktal getroffen, um über moderne und kindgerechte Begegnungen des Nikolaus mit Kindern und Familien nachzudenken. Familienseelsorger Toni Fiung hat das Treffen begleitet und betont, dass das Nikolausfest zwar ein Fest des Schenkens, aber dass Geschenke nicht das Wichtigste seien. In der Legende setzt sich der heilige Nikolaus von Myra für Gerechtigkeit ein. Mit seinem Vorbild regt er zum Teilen an.

Kinder glauben noch, dass alles möglich ist. Deshalb sind Figuren wie der Nikolaus für sie real, auch wenn er nachts nicht zu sehen ist, wenn er heute so wie damals lebt, wenn sein Bart beim Besuch verrutscht oder seine Stimme nach Onkel Paul klingt, wenn der Nikolaus in der Kirche ganz anders aussieht als der Weihnachtsmann im Kaufhaus. Kinder im “magischen Alter” lieben Geschichten wie die vom alten Mann, der vor langer Zeit als Bischof in der heutigen Provinz Antalya in der Türkei lebte und alljährlich wiederkehrt, um Kinder nachts wundersam zu beschenken. Über Figuren wie den Nikolaus können Kindern Werte vermittelt werden, erklärt Toni Fiung. Angst machende Geschichten von artigen und bösen Kindern, vom Knecht Ruprecht oder vom Krampus brauche es dafür nicht. “Der Nikolaus hat bereits eine natürliche Autorität“, sagt der Familienseelsorger. Der Nikolaus stehe für das Gute und symbolisch für gelebtes soziales Handeln. Sich für andere einzusetzen, sich gegenseitig zu helfen und füreinander da zu sein: Diese Botschaft des Heiligen Nikolaus macht Kindern Mut und gibt Zuversicht. So verbindet beispielsweise fair gehandelte Nikolaus-Schokolade die schöne Tradition des Schenkens mit der Botschaft des Heiligen.

Auf Corona angesprochen, sagt Toni Fiung: „Nikolaus-Besuche können ins Freie verlagert werden.“ Wichtig sei, dass die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet ist.

Nach der Diskussion und der Segensfeier trafen sich die Südtiroler Nikoläuse im Speisesaal des Hauses der Familie, tauschten sich über Geschichten, Geheimnisse und Gewänder aus. Sie sind startbereit für ihre Besuche am kommenden Sonntag und Montag, wenn es wieder aus vielen Häusern tönt: „Lasst uns froh und munter sein.“

Im Bild: Nikoläuse in der Waldkirche von Lichtenstern

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