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Sport ist identitätsstiftend – Endlich Süd-Tiroler Sportteam einsetzen

6 Aprile 2021

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Sport ist identitätsstiftend – Endlich Süd-Tiroler Sportteam einsetzen

„Sportliche Großveranstaltungen zeigen es immer wieder deutlich: Sport ist identitätsstiftend und fördert ein Zusammengehörigkeitsgefühl“, sind sich Peter Gruber, Landesjugendsprecher und Bernhard Zimmerhofer, Bezirkssprecher, einig. Zum Internationalen Tag des Sports fordern sie den Aufbau eines Süd-Tiroler Sportteams für internationale Bewerbe und das Ende von Süd-Tiroler Spitzensportlern unter italienischer Flagge.
Die Süd-Tiroler Freiheit hat in den letzten Jahren im Sportbereich zahlreiche Initiativen unternommen. So z.B.: Anfrage im EU-Parlament bezüglich Länder, die ohne politische Souveränität trotzdem an internationalen Sportwettbewerben teilnehmen dürfen; Beschlussanträge: zur Aufnahme Süd-Tirols bei UEFA und FIFA, zu Spitzensportlern in den Landesdienst, zu einer Gesamttiroler Fußballmeisterschaft der Amateure, zu einer Gesamttiroler Sportlerehrung, zu neutralen Trikots für unsere Sportler. Die Süd-Tiroler Freiheit hatte eine Aussprache mit Spitzenfunktionären des Verbandes der Sportvereine Süd-Tirols (VSS) zu aktuellen Themen (Meinungsumfrage unter Süd-Tirols Olympiateilnehmern in Sotschi, mit dem Ergebnis, dass diese mit der derzeitigen Situation im italienischen Wintersportverband unzufrieden sind; drastische Einsparungen beim Sport im Landeshaushalt; Privatisierung des sportmedizinischen Dienstes; Landessportzentrum; Nationalbewusstsein der Süd-Tiroler Sportler; doppelte Staatsbürgerschaft, mit der die Süd-Tiroler Athleten auch für Österreich antreten könnten).
In der Antwort der Landesregierung auf eine Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit über den Anteil Süd-Tirols am Medaillenspiegel Italiens heißt es unter anderem: „Bei den Olympischen Sommerspielen haben Südtirols Athleten bisher 13 Medaillen gewonnen, was 2,4 % des gesamten Medaillenspiegels Italiens ausmacht, jedoch bei den Olympischen Winterspielen sind es 39 Medaillen, was 34,2 % des gesamten Medaillenspiegels Italiens ausmacht“.
Für Zimmerhofer sind dies hervorragende Daten: „Wenn man bedenkt, dass der Bevölkerungsanteil Süd-Tirols in Italien gerade mal 0,83 Prozent ausmacht, und wenn man das Verhältnis der Anzahl der Spitzensportler pro Einwohner betrachtet, stellen wir fest, dass Süd-Tirol im internationalen Vergleich im Spitzenfeld liegt. Besonders erfreulich sind die Ergebnisse im Wintersport, wobei einzelne Sportarten wie z. B. der Rodelsport oder Eisstocksport zur Gänze in Süd-Tiroler Hand sind. Ein Dank für ihren hervorragenden Einsatz gilt daher allen Sportlern, Trainern, Funktionären, Sponsoren und nicht zuletzt den vielen tausenden freiwilligen Helfern, die mit ihren Erfolgen unseren Tiroler Landesteil in der ganzen Welt in einem positiven Licht erstrahlen lassen!“
Wozu Sport in Süd-Tirol missbraucht wird, hat sich erst im Jänner wieder deutlich gezeigt. Empörte Eltern haben der Süd-Tiroler Freiheit Bilder aus der Volksschule in Antholz zugeschickt, auf denen zu sehen ist, wie die Schulkinder angehalten werden, grün-weiß-rote Italia-Fanplakate für den Biathlon-Weltcup zu basteln. „Wieder einmal wurden sportliche Veranstaltungen dazu missbraucht, um Schulkindern ein italienisches Identitätsbewusstseins anzuerziehen. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass Süd-Tirol endlich sein eigenes Sportteam bei internationalen Bewerben erhält. Dann können Kinder und Jugendliche ihr eigenes Weiß-Rotes Team anfeuern und dabei ihre Tiroler Identität stärken.“, so Peter Gruber.
Wie sollen unsere Kinder und Jugendlichen ein Bewusstsein für die deutsche Sprache und Kultur und für unsere Autonomie bekommen, wenn sie bereits in der Volksschule dazu erzogen werden als „Italiener“ auch italienische Sportler anzufeuern?“, frägt sich Gruber.
Süd-Tirol hätte also insgesamt die notwendigen Infrastrukturen, die notwendige Kompetenz zur Ausrichtung von Sportereignissen, die notwendigen Trainer, Funktionäre, Sponsoren und freiwilligen Helfer, die erfolgreichen Sportler und nicht zuletzt das sportbegeisterte Publikum.
„Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt mit eigenständigen Süd-Tiroler Sportverbänden wäre, dass die ständigen Provokationen und die regelmäßige Spaltung der Bevölkerung bei Sportveranstaltungen Italien gegen Österreich oder Deutschland endlich der Vergangenheit angehören würden“, so Gruber und Zimmerhofer abschließend.

Im Bild: GR Peter-Gruber

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