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„Wir müssen aus der Spirale rauskommen“

26 Marzo 2021

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„Wir müssen aus der Spirale rauskommen“

Schenna – Die Ortsgruppe Schenna des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) hat kürzlich zu einer Online-Versammlung geladen. Dabei ging es um Perspektiven einer Öffnung der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe und um die geplanten Veranstaltungen des Tourismusvereines.

HGV-Ortsobfrau Doris Kohlgruber ging in ihren Ausführungen auf die schwierige und weiterhin unsichere Situation in der Gastronomie und Beherbergung ein und meinte, dass die touristischen Betriebe nun zum zweiten Mal die Frühlingssaison nicht wie geplant starten können. „Dies führt zu einer großen Belastung für unsere Betriebe, für die darin tätigen Familien aber auch für unsere Fachkräfte“, bedauert Kohlgruber und fordert klare Perspektiven für die Betriebe. „Uns ist bewusst, dass die touristischen Reisen vom Infektionsgeschehen im In- und Ausland abhängig sind. Wir fragen uns aber schon, wie lange unsere Betriebe weitere verordnete Schließungstage betriebswirtschaftlich noch aushalten können, ohne dafür nicht ordentlich entschädigt zu werden“, unterstrich Kohlgruber. In ihrem Statement informierte sie weiters über die touristischen Veranstaltungen in Schenna, welche alle vorbereitet sind und umgesetzt werden, wenn es die Situation zulässt. „Wir können nur alle hoffen, dass die Infektionszahlen weiter runter gehen und die Menschen wieder in den Urlaub fahren dürfen. Unsere Betriebe sind dafür gerüstet“, betonte Kohlgruber.

HGV-Bezirksobmann und IDM-Präsident Hansi Pichler ging unter anderem auf die weiterhin unsichere touristische Situation ein und verwies auf drei Ebenen, von welchen der Start einer Tourismussaison abhängig ist. Zum einen ist dies die jeweilige Regelung in Südtirol, welche momentan besagt, dass Hotels und die Gastronomie geschlossen bleiben müssen, und die Inzidenzwerte im Land. Die zweite Ebene ist jene des Staates mit dem Farbsystem für Regionen, welches aufgrund der Inzidenzwerte die jeweiligen Öffnungen bzw. Schließungen der Betriebe vorsieht, und schließlich gibt es die jeweiligen Einreiseregelungen nach Italien und Rückreiseregelungen mit den diversen Quarantäneauflagen. „Dies alles hat zur Folge, dass die touristischen Betriebe weiterhin die letzten sein werden, welche wieder normal arbeiten können bzw. wieder die ersten sind, welche bei steigenden Inzidenzwerten geschlossen werden. Aus dieser Spirale müssen wir rauskommen, wenn wir unsere Betriebe und den Tourismus retten wollen“, unterstrich Pichler. Dafür hat IDM Südtirol mit Eurac Research und dem HGV ein konkretes Öffnungskonzept für den Tourismus erarbeitet und der Landesregierung vorgelegt. Dabei geht es darum, dass unter bestimmten Voraussetzungen, wie der Einsatz von Selbsttests, die Covid-19-Impfung und eine überstandene Corona-Infektion, die Hotels und Gastbetriebe besucht werden können.

Landtagsabgeordneter Helmut Tauber informierte über seine Bestrebungen im Landtag, den Gastbetrieben aufgrund ihrer behördlich auferlegten Schließung die Gebühren auf Gemeindeebene zu erlassen bzw. nur für die Öffnungstage zu berechnen. Zudem sollen die Tourismusvereine für die entgangenen Ortstaxengelder weiterhin entschädigt werden.

Über die bauliche Entwicklung im Tourismus informierte schließlich Evelin Schieder, Leiterin der HGV-Rechtsabteilung und Urbanistik-Expertin.

Im Bild von links: Bezirksobmann und IDM-Präsident Hansi Pichler, Ortsobfrau Doris Kohlgruber, Landtagsabgeordneter Helmut Tauber und Evelin Schieder, Leiterin der HGV-Rechtsabteilung

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