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Tourismus kann nicht die Hauptlast schultern

10 Dicembre 2020

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Tourismus kann nicht die Hauptlast schultern

Bruneck – Die Versammlung des Bezirkes Pustertal/Gadertal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) konnte aufgrund der geltenden Corona-Maßnahmen nicht in gewohnter Form abgehalten werden, sondern fand als Videokonferenz statt. Im Fokus der Online-Versammlung stand die Frage, wann und unter welchen Bedingungen die Wintersaison starten kann.

Die Tourismusbetriebe im Pustertal und Gadertal haben ein schwieriges Jahr hinter sich: im März die vorzeitige Beendigung der Wintersaison, die Sommermonate Juli und August gut ausgelastet dank der italienischen und heimischen Gäste, eine schwache Herbstsaison und nun der Start der Wintersaison erst nach den Weihnachtsfeiertagen. „Mit diesen alles andere als positiven Rahmenbedingungen mussten und müssen unsere Beherbergungs- und Gastbetriebe umgehen. Das ist sehr schwierig, noch dazu, weil wir auch unseren Mitarbeitern keine verlässliche Perspektive bieten können“, unterstrich HGV-Bezirksobmann und -Vizepräsident Thomas Walch. Das jüngste Dekret des Ministerpräsidenten hat etwas Klarheit verschafft, jedoch der verzögerte Beginn der Wintersaison und der Skigebiete führt zu erheblichen Umsatzverlusten, die nicht mehr wettzumachen sind. „Deshalb ist die Forderung nach angemessenen Ausfallzahlungen mehr als gerechtfertigt, noch dazu, weil wir im Wettbewerb mit den Skiregionen im nahen Österreich stehen“, betonte Walch.

HGV-Präsident Manfred Pinzger sagte, dass der Tourismus-Sektor mittlerweile zum Spielball der Politik geworden ist. „Mit viel Aufwand haben sich unsere Betriebe an die Schutzmaßnahmen gehalten. Die Aufstiegsanlagenbetreiber haben Sicherheitsprotokolle erarbeitet. Trotzdem muss unser Sektor weiterhin die Hauptlast der Pandemie tragen. Das können wir nicht mehr akzeptieren“, bemerkte Pinzger. Das ständige Zu- und Aufsperren der touristischen Betriebe führe zu einer extremen Verunsicherung der Unternehmer und der Gäste. Pinzger forderte zudem, dass die Restaurants auch ihr Abendgeschäft ausüben können. „Wenn Einkaufszentren bis 21 Uhr offenhalten können, dann muss dies auch für Restaurants gelten“, so Pinzger.

Auch Landtagsabgeordneter Helmut Tauber unterstrich, dass man die Tourismusbetriebe wieder arbeiten lassen müsse. „Zusperren und Einreisen maximal erschweren, mag zwar epidemiologisch ein Weg sein, er führt die Betriebe aber ins Schlamassel. Das können wir nicht zulassen“, sagte Tauber.

Landesrat Arnold Schuler verwies in seinem Statement auf die touristischen Zahlen im Bezirk in den Sommermonaten, wo es einen Rückgang an Ankünften von rund 25 Prozent und von Übernachtungen von 20 Prozent zu verzeichnen gab. Auch er ging auf die Reiseeinschränkungen in Italien und aus dem Ausland ein, welche vor allem den Tourismussektor betreffen.

Südtirol ist jedenfalls gerüstet für die Wintersaison. „Dass die Skigebiete nun erst Anfang Januar öffnen dürfen, führt zu erheblichen Umsatzverlusten in all jenen Sektoren, die vom Wintertourismus leben“, sagte Helmut Sartori, Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmer Südtirols.

Über den Stand der Dinge zum Infektionsgeschehen in Südtirol und darüber, wie es mit der zweiten Testphase in Südtirol weitergeht, berichteten Florian Zerzer, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs, und Patrick Franzoni, Projektleiter von „Südtirol testet“.

Die geplanten Marketingmaßnahmen zur bevorstehenden Wintersaison stellte abschließend Wolfgang Töchterle, Director Marketing bei IDM Südtirol, vor.

Im Bild: HGV-Vizepräsident und Bezirksobmann Thomas Walch

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