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Tourismus braucht offene Grenzen

12 Maggio 2020

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Tourismus braucht offene Grenzen

HGV lud zu erstem virtuellem HGV-forum – Liveschaltung zu Landeshauptmann Arno Kompatscher. 

Bozen – Die besonderen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 hat auch den Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) veranlasst, das für 11. Mai geplante HGV-forum am Meraner Pferderennplatz in einer virtuellen Form durchzuführen. Über 1.000 Mitglieder und rund 30 Ehrengäste nahmen die Gelegenheit wahr, um zu hören, wie sich der HGV, die Landesverwaltung und IDM-Südtirol den Neustart des Tourismus in Südtirol vorstellen. Unter dem Motto „RestartTourism“ zeigte HGV-Präsident Manfred Pinzger zunächst auf, welche Auswirkungen die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus auf die heimischen Schank- und Speisebetriebe sowie Beherbergungsbetriebe haben.

Wörtlich sagte Pinzger: „Die seit Mitte März verordnete behördliche Schließung aller Beherbergungs- und Gastbetriebe in Südtirol hat uns alle vor bisher nicht gekannte Herausforderungen gestellt. Zigtausende Mitarbeiter mussten in den Lohnausgleich überstellt werden. Viele Tausende saisonale Mitarbeiter konnten wir nicht wiedereinstellen. Bau- und Modernisierungsprojekte wurden vorübergehend eingestellt, verschoben oder gar gestrichen. Der Handel und die Landwirtschaft, die sich bereits für eine starke Frühjahrs- und Sommersaison gerüstet hatten, blieben auf den eingekauften oder produzierten Waren sitzen. Enorme Umsätze in und mit unseren Betrieben gingen für immer verloren“. Kein anderer Sektor hat eine derart lange Durstrecke hinter sich wie das Hotel- und Gastgewerbe. Pinzger: „Endlich, nach rund zwei langen Monaten der totalen Schließung, gibt es auch für die Gastbetriebe wieder einen Neustart“. Mit 11. Mai konnten die Bars und Restaurants wieder öffnen, mit 25. Mai können die Beherbergungsbetriebe ihre Tore öffnen unter Einhaltung der entsprechenden Auflagen. „Das verdanken wir der mutigen Entscheidung des Landeshauptmanns Arno Kompatscher und seinem Team in der Landesregierung, ein eigenes Landesgesetz zu verabschieden und all den Mandataren im Südtiroler Landtag, die sich der Verantwortung gestellt haben und das Landesgesetz mitgetragen haben“, sagte Pinzger.

Der HGV hat intensiv an diesem Landesgesetz mitgewirkt, um es praktikabler zu gestalten. Einige Grundprinzipien, wie die Abstandsregelung von zwei Metern, die über dem internationalen Niveau liegt, der hohe Standard bei den Masken für Servicemitarbeiter, der deutlich über dem liegt, was die Weltgesundheitsorganisation WHO vorgibt, und einiges mehr, waren jedoch unumstößlich. Pinzger: „Auch wenn es gelungen ist, gar einiges herauszuholen, die derzeitigen Auflagen für einen Neustart, die vorerst bis zum 31. Juli 2020 gelten, sind für die Gastronomie und Beherbergung sehr hoch“. Um dann als Forderung an die Politik noch hinzuzufügen: „Es braucht ein zweites kräftiges Maßnahmenpaket, bei dem vor allem die Beherbergung und die Gastronomie im Mittelpunkt stehen. Ohne ein solches werden viele unserer Betriebe dieses Jahr nicht überleben. Die GIS muss weg, es braucht Verlustbeiträge und Darlehen mit weit besseren Bedingungen“.

Landeshauptmann Arno Kompatscher erinnerte in einer Liveschaltung an die Entscheidung, die Wintersaison anderthalb Monate früher zu beenden. „Der HGV hat dabei großes Verantwortungsbewusstsein gezeigt. Dieses ist nun die Basis für den Neustart im Tourismus“, betonte Kompatscher und sagte zu, die touristischen Betriebe weiterhin mit gezielten Maßnahmen zu stützen, denn dieser Sektor sei von den Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen.

Landesrat Arnold Schuler und Europaparlamentarier Herbert Dorfmann gingen auf die Bemühungen ein, die grenzüberschreitende Reisefreiheit wieder zu ermöglichen. Beide warnen vor Abkommen zwischen einzelnen Staaten. „Die EU muss hier Flagge zeigen“, meinten Dorfmann und Schuler. Der Landesrat für Tourismus hat gemeinsam mit IDM-Präsident Hansi Pichler schließlich auf das zusätzliche Marketingbudget von IDM verwiesen für den Zeitraum, in dem touristische Reisen über Grenzen hinweg wieder erlaubt sind. „Die Urlaubsfreude ist da, die Begehrlichkeit Südtirols bei unseren Gästen ebenso“, sagte Pichler und appellierte zusammen mit dem Landesrat und HGV-Präsident Manfred Pinzger mit der Wiedereröffnung der Betriebe verantwortungsvoll umzugehen. „Wir dürfen das Aufflammen neuer Infektionsherde nicht zulassen. Wir haben uns alle bisher sehr vorbildlich an die Auflagen gehalten und wollen das auch in Zukunft so machen“, meinten die Teilnehmer an der Talkrunde, welche von Verena Pliger moderiert wurde.

Schließlich appellierte der renommierte deutsche Zukunftsforscher Matthias Horx in einer Videobotschaft an die Gastwirte, mit der Corona-Krise selbstbewusst umzugehen und sich zu überlegen, wie man sich als Tourismusbetrieb neu positionieren kann und vor allem, wie man sich von anderen unterscheiden kann.

Im Bild: HGV-Präsident Manfred Pinzger beim HGV-forum2020.  

 

 

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