Cultura & Società Ultime Notizie

INTERESSEN JUNGER MENSCHEN WAHREN UND PLANUNGSSICHERHEIT GARANTIEREN

27 Maggio 2020

author:

INTERESSEN JUNGER MENSCHEN WAHREN UND PLANUNGSSICHERHEIT GARANTIEREN

Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ist die Corona-Pandemie mit dem Lockdown belastender als es für viele zu scheinen mag. Freund*innen nicht zu sehen, nichts mehr zu erleben und auf digitale Kontakte beschränkt zu sein, fällt gerade in dieser Lebensphase sehr schwer. Was bedeutet es für junge Menschen, wenn das Leben nicht mehr draußen, sondern drinnen stattfindet und alle Dinge wegfallen, die die Jugend eigentlich ausmachen? Die Flexibilität und Angebote der Jugenddienste in dieser Zeit um auch weiterhin für junge Menschen da zu sein, aber auch der Blick nach vorne, um Jugendarbeit als wichtigen Pfeiler der Gesellschaft zu stärken waren einige der Themen, die der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste mit Landesrat Achammer bei einem kürzlich stattgefundenen Austauschtreffen angesprochen hat.

Sonja Plank wurde kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie zur Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), dem Netzwerk der 20 Jugenddienste, gewählt. Der bereits festgelegte Antrittsbesuch bei Landesrat Achammer des Vorstandes der AGJD, dem neben Sonja Plank auch Helmut Baldo, Tobias Erschbamer, Heidi Gamper und Shenoy Maniyachery Varghese angehören, musste verschoben werden und wurde jetzt bei einem Online-Treffen nachgeholt. Neben dem AGJD-Vorstand, Landesrat Achammer nahm auch die geschäftsführende Direktorin des Amtes für Jugendarbeit Helga Baumgartner am Treffen teil.

Netzwerke auf lokaler Eben und landesweit sind unabdingbar 

Kaum war die erste Schockstarre des Lockdown überwunden, reagierten die Jugenddienste unglaublich schnell und flexibel auf die Situation: vor Ort wurde auf dem Bedarf der jungen Menschen reagiert, in den verschiedensten Handlungsfeldern der Jugenddienste wurden Angebote aufgrund der Bedürfnisse geschaffen, so die Vorsitzende Sonja Plank. Hier spielen auch die Netzwerke, sei es auf lokaler Ebene, aber auch auf Landesebene eine tragende Rolle: Gemeinsam mit verschiedenen Partnern wie Vereinen, Gemeinden, Pfarreien, aber auch innerhalb der 20 Jugenddienste wurde rasch neue Arbeitsweisen umgesetzt. Der digitale Austausch und Angebote im Netz boten die Möglichkeit weiterhin miteinander in Kontakt zu sein.

Digitale Angebote der Jugenddienste um für junge Menschen DA zu sein

Gerade für junge Menschen ließ sich die Isolation so ein Stück weit kompensieren, wohl wissend, dass dies kein Ersatz ist für den direkten Austausch, den Aufbau von Beziehung und das Schaffen gemeinsamer Erlebnisse ist. Im Kontakt mit andern geben sich junge Menschen neue Rollen, sie wollen sich permanent mit verschiedenen Gleichaltrigen austauschen. Junge Menschen möchten Dinge erfahren und brauchen Freiräume, aber auch Anker und Ansprechpersonen bei Sorgen und Nöten. Diese Bedürfnisse von jungen Menschen wurden von den 20 Jugenddiensten, hinter denen beinahe 140 berufliche Mitarbeitende, viele Freiwillige und ehrenamtliche Vorstände stehen, vor allem im digitalen Raum, abgedeckt.

Der soziale und bildungspolitische Auftrag kann nur durch Planungssicherheit erfüllt werden

Für die ehrenamtlichen Vorstände der Jugenddienste, die sich vor kurzem in einem Online-Treffen der AGJD ausgetauscht haben, bedeutete diese Zeit eine Mehrfachbelastung: vor Ort weiterhin bestmögliche Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit zu schaffen umso für junge Menschen DA zu sein, aber gleichzeitig   die Herausforderung die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden zu halten und für die Zukunft zu sichern. Es zeigt sich immer mehr, dass junge Menschen sich zwar an den Lockdown “anpassten” und fügten, dass jedoch gerade jungen Menschen die Erfahrungswerte fehlen, um Dinge besser einschätzen zu könne und um Krisen langfristig meistern zu können. Ängste, Konflikte zu Hause, das Gefühl das Dach fällt einem auf den Kopf, machten sich im Laufe der Zeit und auch nach der Lockerung des Lockdowns bemerkbar. In diese Kerbe schlug auch Landesrat Achammer, der darauf hinwies, dass es nun darum geht junge Menschen noch verstärkt aufzufangen und zu stärken. Gerade in einer Zeit in der alles sehr fragil ist, gilt es besonders junge Menschen zu schützen und zu stärken. Hier übernehmen die Jugenddienste eine fundamentale Aufgabe vor Ort, so Landesrat Achammer, welcher auch selbst im Vorstand eines Jugenddienstes ehrenamtlich aktiv war. Um diesen wichtigen sozialen und bildungspolitischen Auftrag jedoch auch langfristig und professionell zu erfüllen, braucht es auch Planungssicherheit, so der AGJD-Vorstand. Der Blick darf nicht nur auf den Bedürfnissen der Wirtschaft liegen, es sei nun wichtiger denn je auch die Jugenddienste zu stärken, so dass diese auch weiterhin jungen Menschen in ihrer Entwicklung zu mündigen Persönlichkeiten, deren zunehmende Selbstbestimmung und soziale Haltung sich im verantwortungsbewussten Handeln in der Gesellschaft widerspiegelt, zur Seite stehen können.

Im gemeinsamen Austausch künftige Herausforderungen bewältigen

Im Austausch mit Landesrat Achammer und Helga Baumgartner, der geschäftsführenden Direktorin des Amtes für Jugendarbeit, wurden Themen wie Planungssicherheit, Ängste und Sorgen junger Menschen, Herausforderung bei der Wiederaufnahme der Regeltätigkeit der Jugenddienste nach dem Lockdown angeschnitten, müssen jedoch noch vertieft werden. Wichtig ist es nun im stetigen Austausch zu bleiben und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, Herausforderungen zu bewältigen und die Jugendarbeit künftig auf sichere und stabile Beine zu stellen, so Landesrat Achammer abschließend.

Im Bild v.l.n.r. Shenoy Maniyachery Varghese, Sonja Plank (Vorsitzende),Tobias Erschbamer und Heidi Gamper. 

 

 

 

Leave a comment

Il tuo indirizzo email non sarà pubblicato. I campi obbligatori sono contrassegnati *