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Für ein nachhaltiges und umsichtiges Konjunkturprogramm, von dem alle etwas haben

22 Maggio 2020

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Für ein nachhaltiges und umsichtiges Konjunkturprogramm, von dem alle etwas haben

Heute haben sich Vertreterinnen der ArbeitnehmerInnen zum Austausch mit Univ.-Prof. Gottfried Tappeiner getroffen. Zunächst ging es darum die gegenwärtige Situation nochmals zu analysieren, vor allem ging es aber darum strategisch wichtige Weichenstellungen zu erörtern, damit im Zuge der sogenannten „Phasen II und III“ und dem damit zusammenhängenden Konjunkturprogramm, die gesellschaftliche, soziale und auch wirtschaftliche Genesung zielgerichtet und erfolgreich angegangen werden kann. Trotzdem müssen ev. positive Entwicklungen und vor allem Lehren, die aus der Not der Krise entstanden, beibehalten bzw. weiterhin anleitend sein.

Eindrucksvoll habe die Krise ob in finanzieller, in gesellschaftlicher oder in sozialer Hinsicht, die Lebensweise und damit auch die Sichtweise auf viele Lebensbereiche grundsätzlich geändert, so Amhof. „Allein die Digitalisierung und das Vorhandensein von technischen Geräten sowie ausreichender Internetbandbreite landesweit, welches ortsungebundene Arbeitsleistung ermöglichte, stellte während der strikten Ausgangsbeschränkungen sowohl für viele ArbeitnehmerInnen, als auch für viele Betriebe, eine bedeutende Perspektive zur Einkommenssicherung dar. Auch grundlegend war sie für die Lern- und Unterrichtstätigkeit, wobei man jetzt auch ernsthaft eine Ausweitung der digitalen Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für ArbeitnehmerInnen verfolgen muss, um deren Aussichten im Arbeitsmarkt zu verbessern. Weiterhin im Zusammenhang mit Digitalisierung zu nennen ist die Organisation von lokaler, bürgernaher Verwaltung, die nebenbei auch das ländliche Gebiet und die Gemeinden entscheiden aufwertet. Letztlich hat diese Umstellung auch wesentlich zu einer umweltfreundlicheren Gangart beigetragen, die man in Zukunft bestmöglich verfolgen sollte. Man denke hier nur an den krisenbedingten Rückgang der Verkehrsbelastung.“

Indes können diese, aus der Not geborenen Umstellungen, auch bei der Bewältigung der Krise wegweisend sein: vielleicht zeigt sich jetzt, dass in gewissen Branchen das Motto Quantität vor Qualität weder zielführend ist, noch dem Allgemeinwohl dient. Qualifizierte, nachhaltige und von lokalen Arbeitskräften besetzte Arbeitsplätze im Restaurant- und Tourismussektor beispielsweise, bedeuten nicht nur eine Abnahme problematischer Arbeitsverhältnisse, sondern auch einen Zugewinn an Authentizität und eine enorme Stärkung des Landes Südtirol als Urlaubsziel.

Im Bild: Magdalena Amhof.  

 

 

 

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