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Netzwerk der Sozialdienste ist gerüstet für Ausnahmezeiten

22 Marzo 2020

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Netzwerk der Sozialdienste ist gerüstet für Ausnahmezeiten

Soziallandesrätin Waltraud Deeg hat sich mit den Direktoren der gemeinnützigen privaten Sozialdienste zur aktuellen Sondersituation abgestimmt: Essentielle Dienste bleiben aufrecht, andere Leistungen müssen ausgesetzt oder durch Alternativangebote ausgeglichen werden. Die Schutzmaßnahmen zu COVID-19 werfen für die sozialen Einrichtungen zusätzliche Fragen auf. Neue Freiwilligeninitiativen und eine vorübergehende Umbildung professioneller Angebote fangen die wichtigsten Bedürfnisse auf. Doch auch gegen Einsamkeit, familiäre Sonderbelastungen und gegen die allgemeine Verunsicherung bedürftiger Bürger soll angekämpft werden. Die Sozialen Organisationen leisten dazu ihren Beitrag, die öffentliche Hand stärkt ihnen den Rücken und arbeitet an Vereinfachungen für Organisationen in diesen außerordentlichen Zeiten, so der Konsens der Gesprächspartner Dachverband für Soziales und Gesundheit, Caritas, KVW, Lebenshilfe, Kinderdorf, La strada-Der Weg, Hands.

Es war eine von vielen kurzfristig einberufenen virtuellen Sondersitzungen, die derzeit nötig sind, um sicherzustellen, dass trotz der nötigen Vorbeugemaßnahmen zur Eindämmung der COVID-19 Neuinfektionen jene nicht zu kurz kommen, die am wenigsten auf sich selbst schauen können: Menschen in Wohnheimen, Menschen, die ansonsten in Tagesstätten aufgenommen oder durch verschiedene Angebote zeitweise betreut und begleitet werden. Sie sind darauf angewiesen, weil sie mit einer Behinderung, einer psychischen Krankheit oder einer Suchterkrankung leben müssen, weil sie pflegebedürftig oder ohne soziales Umfeld sind, oder weil sie aufgrund schwieriger Familienverhältnisse nicht zu Hause leben können und fremd untergebracht sind.
Die gemeinnützigen Organisationen in Südtirol sind in vielfältiger Weise aktiv, um für diese Menschen zu sorgen. So bilden sie gemeinsam mit den öffentlichen Einrichtungen ein eng geflochtenes Netz, das durch öffentliche Mittel, durch Zeit und Geldspenden und vor allem durch viel Idealismus getragen wird.

Der Virus COVID-19 hat diesem Zusammenspiel jedoch arg zugesetzt. In einem dermaßen bunten Leistungspaket bilden sich durch die nötigen Vorbeugemaßnahmen zur Eindämmung des Virus Lücken, die ernsthafte Bedrohungen darstellen können. Dort etwa, wo ältere Menschen alleine zuhause leben und nicht mehr nach draußen gehen können. Das Weiße Kreuz, Volontarius, Südtiroler Vinzenzgemeinschaft, Young Caritas aber auch verschiedene andere Organisationen haben schnell reagiert und konkrete Hilfsdienste aufgebaut, die nun aktiv geworden sind. Zusammen mit den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaften, welche die Basisversorgung sicherstellen und mit den zuständigen Behörden bildet sich so gegenwärtig das Netz der Sozialen Dienste etwas um und beweiset die Fähigkeit der Menschen im Land, kreativ und solidarisch auf derartige Herausforderungen zu reagieren.

Damit die verschiedenen Initiativen noch besser bekannt und breiter in Anspruch genommen werden, wurde eine Informationskampagne überlegt, wozu der Dachverband für Soziales durch eine Erhebung bei seinen knapp 60 Mitgliedsorganisationen bereits erste Akzente gesetzt hat.

Mit Sicherheit wird es in Folge der COVID-19 Pandemie zu ökonomischen Engpässen kommen. Ebenso wie die Politik diskutieren auch die sozialen Organisationen schon jetzt, in welcher Form die größten finanziellen Nöte aufgefangen und ausgeglichen werden können, damit Einzelpersonen, aber auch Betroffenenorganisationen, Dienste und Projekte für Hilfsbedürftige diese Rückdeckung erhalten.

Ähnlich wie andere Unternehmen haben auch die sozialen Organisationen alle machbaren Tätigkeiten auf Telearbeit umorganisiert. Allerdings ist und bleibt die Kernarbeit jene im unmittelbaren Kontakt mit der Person. Also standen beim Austausch auch ganz praktische Fragen zur Diskussion, etwa wie und wo das nötige Schutzmaterial für Klienten, sowie für das Personal und auch für die Freiwilligen in der nötigen Menge zu bekommen ist. Oder, in welcher Form zusätzliche Räume für Quarantäneunterbringungen, oder für den Aufenthalt von obdachlosen Menschen untertags gefunden werden können. In einigen Organisationen, welche ihre Dienste, oder Teile davon, schlicht aussetzen müssen, sorgen sich die Verantwortlichen um die Weiterzahlung von Mitarbeiter/innen und anderen Fixkosten. Auch hier versicherte die Landesrätin ihren ganzen Einsatz, damit das Bestehen der gemeinnützigen Organisationen nicht in Frage gestellt werden muss.

Der Weg heißt deshalb für alle Seiten Umdenken. Was programmiert war, muss verändert und neu definiert werden. COVID-19 zwingt alle, aus Gewohnheiten auszusteigen und alternative Wege zu finden. Schon jetzt darf angenommen werden, dass ein Lernprozess im Gang ist, der nur auf der Basis einer guten Abstimmung zwischen Politik, Behörden und privaten Organisationen zu tragfähigen Ergebnissen führen kann.

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