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Förderung von hofnahen und stressfreien Schlachtmethoden von SVP und Lega abgelehnt

5 Febbraio 2020

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Förderung von hofnahen und stressfreien Schlachtmethoden von SVP und Lega abgelehnt

Der Südtiroler Landtag behandelte in seiner Februarsitzung einen freiheitlichen Beschlussantrag, der die Förderung von mobilen, tierschonenden Schlachtmethoden vorsieht. Der Antrag erntete viel Zuspruch bei den deutschen und italienischen Oppositionsparteien, allein Volkspartei und Lega versenkten die wichtigsten Inhalte die sowohl für die Nutztiere als auch für die Konsumenten und Produzenten einen Mehrwert gebracht hätten. Einbringer Andreas Leiter Reber spricht von einer vertanen Chance. Da nicht alle Abgeordneten der Volkspartei dem Fraktionszwang folgten, wurde jener Artikel, welcher die Landesregierung auffordert, die Bewerbung und Vermarktung von tierschutzgerechten regionalen Produkten zu fördern, angenommen.
Wenn es konkret darauf ankommt, Maßnahmen gegen Tiertransporte und Stress beim Schlachten zu setzen, den Konsumenten hochwertige Lebensmittel zu bieten sowie den Produzenten neue Erwerbsmöglichkeiten zu ermöglichen, lasse die Landesregierung nichts von der von ihr beschworenen Nachhaltigkeit erkennen, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Leiter Reber.   

„Unser Antrag sah vor, das mobile Schlachten in Südtirol ideell, materiell sowie finanziell zu fördern und den Aufbau einer eigenen Marke und regionalen Vermarktung zu unterstützen. Landesrat Schuler hatte sich bereits vor Monaten – kurz nach Einreichung unseres Antrages – für diese auf das Tierwohl bedachte Art des Schlachtens ausgesprochen und angekündigt, ein landesweites Angebot schaffen zu wollen. Nun, wenn es darauf ankommt dieses Anliegen konkret zu fördern, lässt leider die gesamte Landesregierung den schönen Worten keine Taten folgen“, so Leiter Reber.
Dabei würden mobile Schlachtungsmethoden viele Chancen in sich bergen: „Die Schlachtung von Nutztieren mittels mobiler Schlachtanlagen direkt am landwirtschaftlichen Betrieb ermöglicht eine weitgehend stressfreie Schlachtung. Sie findet unter tierärztlicher Aufsicht im Hofraum oder auf der Weide, also im gewohnten Umfeld des Tieres statt, was den Lebendtiertransport erübrigt. Der Stress und das Leid der Tiere werden auf ein Minimum reduziert und zugleich verbessert sich auch die Fleischqualität aufgrund der wegfallenden Stresshormone erheblich. Durch diesen Qualitätsgewinn könnten hochqualitative und regionale Lebensmittel produziert werden, welche Südtirol wohltuend von den Haltungsbedingungen in großen Agrarbetrieben in und außerhalb Europas, den Tiertransporten, fraglichen Handelsabkommen und Fleischimporten, abheben können. Viele unserer kleinen bäuerlichen Betriebe werden nur durch die Erzeugung solcher Qualitätsprodukte im höheren Preissegment auf dem Markt bestehen können“, so der freiheitliche Abgeordnete Leiter Reber.
„Einerseits propagiert die Landesregierung bei jeder Gelegenheit vollmundig das Ziel, Südtirol in puncto Nachhaltigkeit zum Vorzeigemodell in Europa machen zu wollen. Die Haus- und Hof-Zeitschrift der Landesregierung „LP“ widmete ihre ganze jüngste Ausgabe dem Thema. Andererseits stimmt sie gegen unsere konkrete Forderung nach einer möglichst schonenden Art der Schlachtung und einer insgesamt naturnahen Haltungsform als wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit. Dies zeigt auf, wie weit Anspruch und Wirklichkeit bei der Politik der Landesregierung oft auseinanderliegen“, so Leiter Reber abschließend.

Im Bild: Leiter Reber.  

 

 

 

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