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80 Jahre Option – Wehrmachtsdeserteure in Südtirol

7 Febbraio 2020

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80 Jahre Option – Wehrmachtsdeserteure in Südtirol

Am Donnerstag, 30. Jänner fand im Meraner im ost west club est ovest ein historischer Abend statt. Historisch im mehrfachen Sinne. Der Abend mit dem Titel „Achtung Partisanengebiet“, kreiste um das Thema Wehrmachtsdeserteure in Südtirol. Ein Schild mit eben dieser Aufschrift „Achtung Partisanengebiet!“ hatten die Südtiroler Nazifunktionäre an der Straße ins Passeiertal – einer Hochburg des Südtiroler Widerstands – angebracht. Zu diesem lange verdrängten Kapitel der Südtiroler Zeitgeschichte erschien 1993 bei der Edition Sturzflüge das Buch „Verfolgt–Verfemt–Vergessen“, herausgegeben von Martha Verdorfer, Leopold Steurer und Walter Pichler. In ihrer informativen, suggestiven und emotional berührenden Textcollage lasen Johann Nikolussi und Matthias Breit u.a. Passagen aus den Erinnerungen eines Passeirer Deserteurs und der Schwester eines Deserteurs, die als „Sippenhäftling“ im KZ Bozen inhaftiert war. Musikalisch unterstrichen wurde der Vortrag von Musiker Matthias Legner. Anschließend an die Lesung ging Historiker Leopold Steurer ergänzend auf das Gehörte ein und erzählte zudem von der Entstehungsgeschichte und Rezeption des Buches. Dominikus Andergassen (Edition Sturzflüge) betonte wie verstörend es war, festzustellen, dass die Widerständler jahrzehntelang geschwiegen hatten und selbst Verwandte nichts von ihrer Vergangenheit wussten.

Foto/c-Sonja Steger.  

 

 

 

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