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Verkehrsprojekte im Vinschgau – Wohin geht die Reise?

6 Gennaio 2020

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Verkehrsprojekte im Vinschgau – Wohin geht die Reise?

Vier Großprojekte für den Vinschgau schwirren im Raum, doch die Bevölkerung ist unzureichend informiert. Die Veranstaltung der Umweltschutzgruppe Vinschgau will mit dem Vortragsabend Klarheit für Bürgerinnen und Bürger schaffen.

Ist eine Untertunnellung des Stilfserjoch vom Vinschgau in die Lombardei geplant? Das Großprojekt würde eine Bauzeit bis zu zehn Jahren beanspruchen, bis zu 2.5 Millionen Kubikmeter Aushubmaterial generieren, bis zu 1.3 Milliarden Euro verschlucken und könnte bis zu 5.8 Millionen jährliche Betriebskosten bedeuten. In den etlichen Varianten dieser Vor-Machbarkeitsstudie – die aus dem Fond der Nachbargemeinden und damit auch von der Autonomen Provinz Bozen finanziert wird – stehen sieben Straßen- und sechs Bahnvarianten zur Diskussion. Hauptsächlich vorangetrieben wird die Studie von der Infrastrutture Lombarde S.p.A., die eine ganzjährige Anbindung über den Vinschgau nach Deutschland und Österreich bevorzugt. Doch auch eine Bahn, die Lkws, Autos und Busse transportieren würde, könnte dem Vinschgau deutlich mehr schaden als nützen: Nutznießer wäre das Valtellina (Veltlin) in der Nachbarregion Lombardei. Im Parkplan des Naturparks Stilfserjoch ist die Untertunnelung bereits eingetragen.

Und was sind die konkreten Pläne für eine großräume Umfahrung von der MeBo bis nach Plaus? Oder die einer großräumigen Umfahrung im Obervinschgau? Mit Hilfe des Verkehrsexperten Helmuth Moroder und des Verkehrsplanungsexperten Hermann Knoflacher werden am Abend des 23. Januar im Schlanderser Kulturhaus Karl Schönherr ab 19 Uhr die jeweiligen Varianten vorgestellt und daraufhin bewertet, ob sie die jeweils besten Lösungen für den Vinschgau darstellen. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion kommen neben den beiden Referenten Rosalinde Gunsch-Koch (Bürgermeisterin Taufers i.M.), Hanspeter Staffler (Landtagsabgeordneter der Grünen Südtirol), Andreas Tappeiner (Präsident der Bezirksgemeinschaft Vinschgau), Ulrich Veith (Bürgermeister Mals) zu Wort.

Bereits vor exakt fünfzehn Jahren wurden die Ergebnisse der in Südtirol ersten bezirksweiten Verkehrsstudie von Hermann Knoflacher für den Vinschgau bekanntgegeben – doch die Öffentlichkeit wurde über den Stand der Umsetzung des Maßnahmenkatalogs bis heute nicht informiert. Die hohe Beteiligung der Vinschgauer Haushalte (69 Prozent) an einem Fragebogen im Rahmen dieser Studie zeigte nicht nur das Interesse der Vinschger und Vinschgerinnen an einer Lösung des Problems Verkehr, sondern auch, welche Wünsche im Vordergrund standen: „Maßnahmen, die im Vinschgau realisiert werden sollen, müssen in Zukunft daran gemessen werden, ob sie geeignet sind, den Autoverkehr zu Gunsten öffentlicher Verkehrsmittel und des Rad- und Fußgeherverkehrs zu reduzieren“. Desweiteren war den Befragten folgende Punkte enorm wichtig: „Luftqualität, Qualität des Landschaftsbildes, Verkehrssichereit, Rücksichtnahme auf die Umwelt“. (Auszug Mitteilung für die Medien/Studie Hermann Knoflacher, 22. Dezember 2005).

Der Abend diene dazu, bewerten zu können, welche sozio-ökologischen Auswirkungen die Verkehrsplanung im Vinschgau habe und in welcher Weise die möglichen Varianten den Klimaschutzzielen angepasst sind, sagt die Vorsitzende der Umweltschutzgruppe Vinschgau, Ingrid Karlegger. „Es geht darum, die Bevölkerung endlich darüber informieren zu können, wohin gemäß der politisch Veranwortlichen die Reise gehen soll“.

„VERKEHRSPROJEKTE IM VINSCHGAU – WOHIN GEHT DIE REISE?“

INFORMATIONSABEND UND PODIUMSDISKUSSION

DONNERSTAG, DEN 23. JANUAR 2020 / 19 UHR

SCHLANDERS, KULTURHAUS KARL SCHÖNHERR

EINE VERANSTALTUNG DER UMWELTSCHUTZGRUPPE VINSCHGAU

Mit
Helmuth Moroder, Verkehrsexperte, Bozen
Vorstellung der vier geplanten Großprojekte
großräumige Umfahrung im Obervinschgau
Untertunnelung Stilfserjoch
Aufwertung Stilfserjoch
großräumige Umfahrung von Forst und Rabland

Hermann Knoflacher, Verkehrsplanungsexperte, Wien
Bewertung dieser Projekte: Welche Auswirkungen kommen auf den Vinschgau zu?
Welche Alternativen gäbe es?

Anschließend moderiert Markus Lobis die Podiumsdiskussion mit
Helmuth Moroder, Hermann Knoflacher, Roselinde Gunsch-Koch (Bürgermeisterin Taufers i.M.), Hanspeter Staffler (Landtagsabgeordneter der Grünen Südtirol), Andreas Tappeiner (Präsident der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, Ulrich Veith (Bürgermeister Gemeinde Mals).

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