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Mädchenbildung — wozu? Indien und Südtirol im Vergleich

11 Ottobre 2019

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Mädchenbildung — wozu? Indien und Südtirol im Vergleich

Bildungsveranstaltung über die Bedeutung und Auswirkung von Mädchenbildung in Indien.
Mittwoch, 16. Oktober 2019 von 18 bis 20 Uhr in der Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen.

Gemeinsam mit dem Missionsamt unterstützt die Katholische Frauenbewegung im Zeitraum 2019 bis 2021 ein neues Projekt, das diesmal nach Südost-Indien in die St. Mary‘s School führt. Diese Schule befindet sich einige Kilometer südlich von Tiruvannamalai in Tamil Nadu.
Sie wurde im Jahr 2008 von Anthonysamy Maria Selvam gegründet. Mit finanziellen Hilfen aus Südtirol konnte eine schöne Schule gebaut werden, an der alle Pflichtschuljahre besucht werden können.
In Tamil Nadu herrscht jedoch eine säkulare Regierung, die gegen die Einrichtungen von privaten oder christlichen Institutionen arbeitet. Die staatlichen Schulen können aber mit den privaten nicht konkurrieren: sie funktionieren nicht gut und man achtet nicht auf den Schulbesuch der Kinder. Wenn diese die Schule vorzeitig verlassen, kümmert sich keiner mehr darum. In den privaten Schulen, insbesondere in der Schule von Antonysamy Maria Selvam dagegen, schaut man sehr auf jedes Kind. Der Unterricht wird in Englisch abgehalten, wobei die Kinder aber auch die lokale Sprache Tamil lernen. Die indische Kultur wird ebenso im Unterricht eingebaut.
Anthonysamy muss für jedes Kind 150 € pro Jahr als Schulgeld verlangen, um die Schule erhalten zu können. Dies können sich aber nicht alle Familien leisten. Das Problem ist zudem, dass die Familien nur ein Kind – meist den Jungen! – zur Schule schicken, die Mädchen müssen in die staatliche Schule gehen – was sie dann oft gar nicht machen.
Mit diesem Projekt will man versuchen, das Schulgeld für mindestens 50 Mädchen zu organisieren, um ihnen den Besuch an der St. Mary‘s School zu ermöglichen.

Einen Film (ca. 10 Min.) zum Projekt, eine Unterlage mit vielen verschiedenen Informationen über Indien, Säckchen mit Bleistift und Folder, sind im Büro der Katholischen Frauenbewegung und bei missio erhältlich.

ReferentInnen:
Paul Videsott, Einführung seitens der Bildungsuniversität
Miriam Zenorini, Erfahrungsbericht aus Indien
Martha Verdorfer, Historikerin spricht über die Entwicklung der Mädchenbildung in Südtirol
Elisabeth Spergser, Informationen über die Entwicklungszusammenarbeit des Landes
Isabella Engl, langjähriges Engagement für Mädchen- und Frauenbildung
Reinhard Tschiesner, Moderation des Abends

Nach den Vorträgen und Statements wird das neue Projekt „Ein Bleistift für Bildung“ vorgestellt. Unterstützt wird in Zusammenarbeit mit dem Missionsamt der Diözese eine Schule im Südost-Indien (Information siehe unten).

Im Bild: Schülerinnen der Schule/c-Irene Obexer, missio.  

 

 

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