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Martin Rainer. Das Werk vor dem Werk. Sonderausstellung in der Brixner Hofburg

10 Giugno 2019

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Martin Rainer. Das Werk vor dem Werk. Sonderausstellung in der Brixner Hofburg

Sonderausstellung vom 15. Juni bis zum 31. Oktober 2019

Martin Rainer (1923–2012) ist ein Bildhauer, der über die Landesgrenzen hinaus für seine Denkmäler, Brunnen, Kirchenausstattungen und Grabzeichen bekannt ist. Die Ausstellung in der Hofburg rückt einen bislang wenig bekannten Aspekt seines Schaffens in den Vordergrund und zeigt erstmals eine Auswahl seiner Modelle aus Gips. Das Modell bildet in einem verkleinerten Maßstab einen vorhandenen oder noch zu schaffenden Gegenstand ab.
Für Martin Rainer war das Modell ein wichtiger Teil seines Schaffensprozesses. Es ermöglichte ihm, die Gegebenheiten vor Ort nachzuempfinden – etwa die Kirchenräume für seine Altäre oder die Plätze für Brunnen und Denkmäler – und seine Entwürfe somit ihrem Umfeld anzupassen. Im Modell selbst erprobte er die Wirkung seiner Idee für das zu schaffende Kunstwerk im Kontext.
Die Modelle stehen also am Anfang. Sie sind eine Vorstufe für die eigentlichen Arbeiten, das Werk vor dem Werk. In ihnen sind nicht nur die Denkansätze, gestalterischen Zugänge und Lösungen angelegt. In ihnen wird – mehr noch als in den ausgeführten Arbeiten – der Prozess künstlerischen Werdens tatsächlich ablesbar.
Die Ausstellung in der Hofburg zeigt eine Auswahl dieser Modelle Rainers und lenkt ihren Blick auf einen Teil des Schaffensprozesses des Bildhauers, der maßgeblich und fundamental für die Arbeitsweise von Martin Rainer war und der Öffentlichkeit bisher verborgen blieb.

Die Ausstellung wird am 14. Juni von Diözesanbischof Ivo Muser eröffnet.

Hofburg Brixen, Hofburgplatz 2, 39042 Brixen, Tel. 0472 830505, info@hofburg.it, www.hofburg.it bis 31. August 2019, täglich 10–18.30 Uhr 1. September bis 31. Oktober 2019: Di–So 10–17 Uhr

Im Bild das Modell der Altarraumgestaltung in der Stiftskirche von Innichen: Altar, Ambo, Tabernakel und Sedilien von Martin Rainer (1980). 

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