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Ein einheitlicher Steuersatz (Flat Tax) ist unsozial

30 Maggio 2019

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Ein einheitlicher Steuersatz (Flat Tax) ist unsozial

Der KVW findet einen einheitlichen Steuersatz für alle als unsozial, denn er begünstigt jene mit einem höheren Einkommen. Außerdem gibt die Regierung keine Auskunft, wie sie die fehlenden Milliarden einsparen will.

Unsozial ist die sogenannte Flat Tax deshalb, weil sie im Verhältnis höhere Einkommen begünstigt, niedere Einkommen profitieren kaum. Durch eine Senkung des Steuersatzes kommt weniger Geld in die Staatskassen. Entweder steigt die Staatsverschuldung oder es kommt zu Kürzungen bei den Ausgaben.Kürzungen treffen dann die Bezieher von niederen Einkommen wieder stärker als besser Verdienende.

KVW Landesvorsitzender Werner Steiner hat große Bedenken, was die Einführung der Flat Tax betrifft. „Wenn das Ergebnis einer Steuerreform ein Minus von 30 Milliarden Euro für die Staatskassen bedeutet, dann muss zuerst überlegt werden, wo dieses Geld bei den Ausgaben eingespart wird“, findet Werner Steiner. Dies sind enorme Summen, die dann fehlen werden. Es bringt nichts, Wahlversprechen als „Zuckerlen“ für die Familien zu verkaufen und dann fehlt das Geld bei notwendigen Ausgaben im Bereich Bildung, Gesundheit und sozialen Maßnahmen.
„Als Sozialverband sind wir der Meinung, dass nur eine Staffelung der Steuersätze gerecht ist“, erklärt Landesvorsitzender Steiner. Jeder soll im Rahmen seiner Möglichkeiten am Steueraufkommen mitzahlen. Dabei mache es durchaus Sinn, dass höhere Einkommen auch mehr besteuert werden. Dies sieht auch die italienische Verfassung vor, wobei die Steuersätze heute zwischen 23 und 43 Prozent liegen. Sie sind also bereits jetzt relativ flach, in den 70er Jahre lag der höchste Steuersatz bei 72 Prozent.
„Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass dafür zu sorgen ist, dass Steuern korrekt eingezahlt werden und auch Steuerflüchtlinge zur Kasse gebeten werden“, sagt Werner Steiner. „Da die meisten Steuern an die Arbeit gekoppelt sind sollten auch andere Wege für Steuereinnahmen gesucht werden.“

Im Bild: Werner Steiner.  

 

 

 

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