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Smiljan Radić Clarke in der Freien Universität Bozen

1 Aprile 2019

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Smiljan Radić Clarke in der Freien Universität Bozen

Von Marco Formenti

Der chilenische Architekt mit vielseitigem Talent.  

Smiljan Radić, Ausnahmearchitekt aus Chile, wird am 5. April um 19.30 Uhr im Hörsaal der Freien Universität Bozen mit einem Vortrag über seine Projekte inspirieren. Die Veranstaltung erlaubt, sich dem Werk eines der wohl interessantesten zeitgenössischen Architekten zu nähern, dessen Bauwerke den Zuschauer berühren, verführen und neugierig machen. Radićs Bauwerke sind das Ergebnis eines Prozesses der persönlichen Neubearbeitung, die aus der Faszination für Fabeln, für die Arte Povera und für Bauwerke am Straßenrand entstehen. Die extrem heterogenen Arbeiten sind miteinander verbunden, obwohl sie stilistisch auseinanderdriften. Die Stimmungen, die zerbrechlichen Konstruktionen, die Autobiografien, die hinter jedem Projekt stecken, begeistern den chilenischen Architekten und wecken sein Interesse.
Die Geschichte von Smiljan Radićs Werdegang als Architekt beginnt in der Escuela de Arquitectura de la Pontificia Universidad Católica de Chile, wo er engen Kontakt zu Studenten der Fakultät für Bildende Künste knüpft. Er entwickelt eine enge Bindung mit der Kunstwelt, die all seine zukünftigen Werke beeinflussen wird. Nach Ende seines Studiums reist er 1989 nach Venedig. Die Berichte von Dal Co, Tafuri und De Michelis in spanischen Zeitungen erwecken in ihm den Wunsch, das Studium der Architekturgeschichte zu vertiefen. Er will in die Vergangenheit blicken, die evolutionäre und zeitliche Entwicklung entschlüsseln, um zu verstehen, wo er sich und seine Werke einordnen kann. Er besucht die Vorlesungen für Geschichte an der Universität für Architektur Iuav und reist anschließend für etwa drei Jahre auf den Spuren der Antike nach Ägypten, Griechenland, in die Türkei und bis nach Indien. In Venedig entdeckt Radić auch Aldo Rossis Autobiografia Scientifica, die ihn tief berührt. Er kehrt schließlich nach Chile zurück und eröffnet 1995 sein eigenes Architekturbüro. Er lässt die Bilder, die sich in ihm festgesetzt und die ihn angespornt haben, in seinen Projekten analog neu aufleben. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der Bildhauerin Marcela Correa, verwirklicht er seine ersten Werke. Es sind die ersten Arbeiten, die ihm mit der Zeit zu wertvollen Aufträgen verhelfen. So kann er ikonische Projekte verwirklichen, darunter den Pavillon für die Serpentine Gallery, das Teatro Regionale Bío Bío oder die Kapelle auf der Insel San Giorgio in Venedig.
Am 5. April wird uns der vielseitige Smiljan Radić in der Freien Universität Bozen mit seinem Vortrag inspirieren.

Im Bild: Die CASA PARA EL POEMA DEL ANGULO RECTO/c-Gonzalo Puga.  

 

 

 

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