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Publizist Dr. Fritz Michael Gerlich – Widerstand gegen das Nazi-Regime

1 Luglio 2018

Publizist Dr. Fritz Michael Gerlich – Widerstand gegen das Nazi-Regime

Fritz Gerlich war einer der mutigsten und deshalb meist gehassten Publizisten gegen Hitler. Weil er schon früh im Nationalsozialismus eine herannahende unmenschliche, ja sogar satanische Macht erkannte, gründete er 1930 die Zeitschrift “Der gerade Weg”. Finanzielle Unterstützung fand er beim Fürsten Erich von Waldburg zu Zeil, der mit ihm die Notwendigkeit erkannte, gegen den aufkommenden Radikalismus von rechts und links die Menschenrechte, das von Gott gegebene Naturrecht und die christlichen Werte zu verteidigen, und den er 1929 kennengelernt hatte.
Mit der Ausgabe vom 12. Juli 1931 begann er seinen kompromisslosen Kampf gegen den Nationalsozialismus, der schließlich damit endete, dass am 9. März 1933, vier Tage nach den verhängnisvollen Wahlen vom 5. März, die Redaktion gestürmt und Gerlich verhaftet wurde.
Ein Donnerstagabend im März 1933, München. Lastwagen rollen heran. 50 SA-Schergen springen herunter, stürmen die Redaktion. Sie suchen nach dem Chefredakteur der Zeitung „Der Gerade Weg“.
Als sie Dr. Fritz Gerlich finden, schlagen sie ihn zusammen. Nehmen ihn mit ins Gefängnis. Er wird nie wieder eine Zeile schreiben. Die Pressefreiheit in Deutschland stirbt mit ihm. Quelle express.de
Ein freier Mitarbeiter, Georg Bell, der Gerlich wertvolle Informationen z.B. über geheime Kontakte Hitlers zum Kommunismus geliefert hatte, konnte im letzten Augenblick über die Dächer entfliehen und sich nach Durchholzen in Tirol absetzen, wo er aber am 10. April 1933 von einem SA-Kommando unter der Führung Eisendanz’ aufgespürt und mit fünf Schüssen niedergestreckt wurde. Gerlich wurde am 30. Juni 1934 in KZ-Dachau ermordet.
Fritz Gerlich, der am 15. Februar 1883 in Stettin geboren wurde und dessen Mutter kalvinistisch war, hatte nicht immer diese klare Haltung. Die Wende kam durch die Begegnung mit der stigmatisierten Therese Neumann in Konnersreuth. Am 14. September 1927 macht sich Gerlich, damals Chefredakteur der “Münchner Neuesten Nachrichten”, auf den Weg, um den “Schwindel” von Konnersreuth aufzudecken. Doch in Konnersreuth kam alles anders: Gerlich wurde von der Wirklichkeit Gottes erfaßt. Erwein Freiherr von Aretin, mit dem er fünf Tage später sein Erlebnis besprach, schreibt darüber: “Dieser rasche und tiefdringende Verstand hatte wie im Schein eines Blitzes die ernste
“Gerlichs Widerstand gegen den Totalitarismus, den braunen wie den roten – gegen den Kommunismus bereits seit 1919 – gründete auf vorstaatlichem Naturrecht. Die darin verankerten Menschenrechte sah er durch seine Konversion im Sinne der katholischen Soziallehre gestärkt. So berief sich Gerlich immer wieder auf die Sozialenzyklika Pius’ XI. ‘Quadragesimo anno’ von 1931. Der Verlag in München, in dem seit Januar 1932 sein ‘gerader Weg’ erschien, hieß ‘Naturrechtsverlag’.
Zu seinen Stützen gehörten der Bischof von Eichstätt Konrad Graf von Preysing und der Erzbischof von München und Freising, Kardinal von Faulhaber. Auch in der Familie Ratzinger wurde der Gerade Weg gelesen und geschätzt. Natürlich wurden diese Fakten von Michael Meier in seinem Pamphlet über die “braunen Lehrer des Papstes” geflissentlich verschwiegen.
Wirklichkeit vor sich aufleuchten shene, neben der die Realität unseres irdischen Lebens nur wie ein Gleichnis ist, wie der Spiegel, von dem Paulus im Korintherbrief spricht, der gleiche Paulus, der Ähnliches vor Damaskus erlebt haben mochte.” (Aretin, “Fritz Michael Gerlich”, S. 54).
Das Leben Gerlichs bietet Stoff genug für Drehbücher aller Art. Kein Publizist, auch wenn sein Blatt eine verhältnismäßig geringe Auflage hatte, attackierte Hitler so scharf wie er. Seit dem Hitlerputsch 1923 schwante dem überzeugten Katholiken, was auf Deutschland zukommen würde. „Von da an war ihm klar, dass er alles tun müsse, um dagegen zu schießen.   
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