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SVP-Primelaktion: 44.248,84 Euro für die Krebsforschung

11 Giugno 2018

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SVP-Primelaktion: 44.248,84 Euro für die Krebsforschung

Die Primelaktion der SVP-Frauen zu Gunsten der Krebsforschung ist heuer bereits das 18. Mal erfolgreich abgeschlossen worden. Landesweit organisierten die SVP-Frauen 139 Stände zur Verteilung der Primeln. SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard freut sich über den beachtlichen Erlös von 44.248,84 Euro.

„In den vergangenen 18 Jahren konnten wir mit unserer Primelaktion insgesamt 568.583,87 Euro sammeln und für die Krebsforschung spenden! Jeder kleine Fortschritt der in der Krebsforschung mit diesen Geldern gemacht werden kann und der Erleichterung und Hilfe für die Erkrankten und ihre Familien bedeutet, ist enorm wertvoll und erfüllt uns mit Freude,“ so Renate Gebhard.
„Ohne die vielen freiwilligen Helferinnen an den Ständen wäre unsere Aktion nicht möglich. Auch die Gärtnereien, die mit günstigen Preisen diese Aktion unterstützen, tragen zum Erfolg der Primelaktion bei. Den Helferinnen, den Gärtnereien so wie allen Spenderinnen und Spendern gebührt ein großer Dank,“ betont die SVP-Landesfrauenreferentin.
Der Erlös in der Höhe von 44.248,84.- Euro geht wie jedes Jahr an die Südtiroler Krebshilfevereinigung, welche damit die Arbeit der Südtiroler Mikrobiologin Petra Obexer und ihres Teams am Tiroler Krebsforschungsinstitut unterstützt. Obexer dankt der spendenfreudigen Südtiroler Bevölkerung herzlich und berichtete über den Stand ihrer Forschungsarbeit, insbesondere über neue Therapieansätze.
Die Präsidentin der Südtiroler Krebshilfevereinigung  Ida Schacher Baur, zeigt sich über den erneuten Erfolg der Aktion ebenfalls sehr erfreut: „Es ist äußerst wichtig in die Forschung zu investieren. Die jährliche Primelaktion der SVP-Frauen leistet einen wichtigen Beitrag dazu. Mein großer Dank geht an alle, die tatkräftig die Primelaktion schon so lange unterstützen.“

Von Dr.in Petra Obexer

Das Team von Petra Obexer am Tiroler Krebsforschungsinstitut forscht am Neuroblastom, einer Krebserkrankung des sympathischen Nervensystems, welche bei Kleinkindern auftritt. Bei Kindern mit metastasiertem Neuroblastom (Krankheitsstadium 4) sind die Heilungsaussichten trotz intensiver Chemotherapie schlecht und die Überlebensrate liegt bei etwa 35%. Frau Obexer und ihr Team haben sich daher zum Ziel gesetzt, spezifisch auf das Neuroblastom zugeschnittene Therapieansätze im Sinne der „Personalisierten Therapie“ zu entwickeln.
Dank der Unterstützung der Primelaktion der SVP-Frauen und der Südtiroler Bevölkerung ist es dem Forschungsteam von Petra Obexer in den letzten Jahren gelungen die Krebs-bezogene Funktion von dem Eiweißstoff FOXO3 sowie die Bedeutung auf das Überleben der Kinder, die an einem Neuroblastom erkrankt sind, aufzuklären: FOXO3 führt zum Einwachsen der Blutgefäße in den Tumor, beeinflusst das Überleben der Tumorstammzellen und trägt zur Entstehung von Therapieresistenzen bei. Rezente Studien zeigen, dass die Tumorstammzellen maßgeblich für die Entstehung der Therapieresistenz und für das Wiederauftreten der Krebserkrankung nach scheinbar erfolgreicher Therapie verantwortlich sind. Ihre direkten Abkömmlinge sind es auch, die den Tumor dazu veranlassen an entfernten Stellen im Körper die gefürchteten Metastasen zu bilden.
Im Sinne der „personalisierten Therapie“ sucht das Forschungsteam von Petra Obexer nach Wirkstoffen, die spezifisch diese Krebs-bezogenen Funktionen von FOXO3 in den Krebszellen hemmen. „Wir haben zwei Wirkstoffe gefunden, die sowohl die Chemotherapieresistenz als auch das Auswandern der Krebszellen aufheben und zum Zelltod der Krebszellen führen“, berichtet Frau Obexer. Erste Ergebnisse zeigen weiters, dass die Hemmung der FOXO3-Aktivität in den Tumorstammzellen, welche aus Krebszellen von Hochrisiko-Neuroblastompatienten gewonnen wurden, gezielt Zelltod auslöst.
Zurzeit werden weitere Untersuchungen mit diesen zwei Medikamenten im Labor durchgführt. Dabei stehen folgende Fragen im Fokus der Untersuchungen: Können diese  Medikamente das Auswandern der Krebszellen und somit die Metastasenbildung verhindern? Können diese Medikamente ganz gezielt Tumorstammzellen abtöten und somit das Wiederauftreten der Erkrankung, ein Rezidiv, verhindern?
Durch diesen neuartigen Therapieansatz hofft die Forscherin, dass Tumorstammzellen abgetötet werden und somit die Therapieresistenz bzw. das Risiko eines Krankheitsrückfalls bei Hochrisiko-Patienten reduziert werden könnte.

Im Bild von links: Gebhard, Obexer und Schacher Baur.  

 

 

 

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