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„Nora oder Ein Puppenheim“, Gastspiele des Residenztheaters München in Bozen und Meran

28 Marzo 2018

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„Nora oder Ein Puppenheim“, Gastspiele des Residenztheaters München in Bozen und Meran

Das Drama „Nora oder Ein Puppenheim“ von Henrik Ibsen gilt als Paradebeispiel für eine frühe dramatische Befassung mit der damals so genannten „Frauenfrage“ und nahm in den letzten Jahrzehnten immer dann eine Schlüsselstellung ein, wenn es um Fragen der Emanzipation von Frauen und Rollenverhalten ging.

Nora hat ein Geheimnis, auf das sie sehr stolz ist. So stolz, dass sie gerne davon erzählt. Nur ihr Mann darf nichts davon erfahren. Vor Jahren hat sie ihm mit einer großen Summe Geld das Leben gerettet, aber die Zeit der Dankbarkeit ist noch nicht gekommen. Denn noch ist Nora jung und hübsch und glaubt, des Dankes nicht zu bedürfen. Und noch sind die Schulden nicht abbezahlt, die sie bei dem windigen Bankangestellten Krogstad aufgenommen hat, und also ist auch der Schuldschein noch nicht wieder in ihren Händen, der eine von ihr gefälschte Unterschrift trägt. Da ihr Mann Torvald Helmer jetzt im Begriff ist, Bankdirektor zu werden, sollte die ausstehende Summe bald zu begleichen sein. Aber Krogstad fürchtet unter dem neuen Direktor um seinen Posten und nutzt sein Wissen um Noras Vergehen für eine Erpressung: Sie soll dafür sorgen, dass er seine Stellung behält. Doch Noras Mann kann sich unter keinen Umständen vorstellen, Krogstad weiter in der Bank zu beschäftigen, da dieser vor Jahren einmal ein Unterschrift gefälscht hat und dadurch untragbar geworden ist. Denn Torvald Helmer ist ein Mann von Prinzipien. Man könnte sagen, er hat nichts anderes. Nora hingegen hat keine Prinzipien. Sie kann nicht nach Regeln leben, die jemand anderes aufgestellt hat als sie selbst.

Die Gastspiele des Residenztheaters München finden am Mittwoch, 4. April im Waltherhaus in Bozen und am Donnerstag, 5. April im Stadttheater in Meran statt. Beginn ist jeweils 20 Uhr. Kostenlose Einführung um 19.15 Uhr.

Karten sind im Südtiroler Kulturinstitut (Tel. 0471 313800, info@kulturinstitut.org), bei den Athesia Buchhandlungen und online unter ticketone.it erhältlich.
Unterstützt wird das Gastspiel von der Hypo Vorarlberg Leasing, subventioniert von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung Deutsche Kultur.

Im Bild: Eine Szene von „Nora oder Ein Puppenheim“/c-Andreas Pohlmann

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