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Bioland Seminar – Ort für Veränderungen in Landwirtschaft und Gesellschaft

29 Gennaio 2018

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Bioland Seminar – Ort für Veränderungen in Landwirtschaft und Gesellschaft

Rund 200 Biobauern aus dem ganzen Land haben heute, Donnerstag vormittag, das zweitägige Bioland Seminar in der Lichtenburg Nals eröffnet. In seiner Begrüßung beschwor Obmann Toni Riegler den Pioniersgeist der ersten Biobauern vor 30 Jahren, den es auch heute wieder brauche, um offen zu sein für die Veränderungen in der Gesellschaft. Heute deute diese Veränderung auf einen gemeinsamen Weg aller Landwirtschaftsakteure im Land Richtung Bioregion. „Deswegen“, so Riegler, „werte ich die derzeitige, oft hohe Wellen schlagende Diskussion um landwirtschaftliche Themen nicht negativ, sondern durchaus positiv.“ Ein offener Meinungsaustausch sei nötiger denn je.

Der Landesrat für Landwirtschaft Arnold Schuler betonte in seiner Eröffnungsrede die neu gewachsenen Gemeinsamkeiten, die sich über das Biokonzept 2025 des Bauernbundes und weitere Initiativen zeigten: so sei man mit einer ersten Abdriftregelung im Vinschgau zwischen konventionellem Obstanbau und Bio-Grünflächen 2017 ein Stück konkret weitergekommen, wozu auch die Malser Diskussion beigetragen habe. Eine Diskussionskultur jenseits der Schwarz-Weiß-Fronten sei zielführend, „wichtig ist der Respekt voreinander“, so Schuler. Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler zitierte die Wünsche und Forderungen aus dem Biokonzept 2025 des SBB: mehr Forschung, mehr Ausbildung und bessere finanzielle Rahmenbedingungen für die Biolandwirtschaft.

Am Donnerstag nachmittag ging es um die bereits bestehenden Bioregionen in Italien und Österreich. Klaus Bauernfeind von der Bioregion Mühlviertel erläuterte in seinem Vortrag, wie wichtig eine wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Rechnung am Hof sei; eine ehrliche Auseinandersetzung mit Angebot und Nachfrage, Preis und Marktsituation zeige deutlich, dass Bio nicht nur gangbar, sondern für den kleinen Produzenten erstrebenswert sei: „Konventionelle Massenproduktion muss man sich erst einmal leisten können, ein kleiner Betrieb ist auf jeden Euro Wertschöpfung angewiesen.“

Morgen, Freitag, 26. Jänner geht es weiter mit Vorträgen und Diskussionen um Tourismus und Landwirtschaft, Bio in Hotellerie und Gastronomie sowie die Zukunft des europäischen Biolandbaus mit Markus Arbenz, dem Direktor der IFOAM Organics International.

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