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Tiroler Landesmuseen und Belvedere tauschen für einige Monate Werke von Gustav Klimt aus

28 Giugno 2017

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Tiroler Landesmuseen und Belvedere tauschen für einige Monate Werke von Gustav Klimt aus

INNSBRUCK. 1890 porträtierte Gustav Klimt den bekannten Innsbrucker Komponisten und Musikdirektor Josef Pembaur. Das Ölgemälde zählt zu den bedeutendsten Werken in den Sammlungen der Tiroler Landesmuseen und ist in der Schausammlung des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum ausgestellt. Bis 8. Oktober 2017 ist das Bild jetzt allerdings an das Belvedere verliehen und in der Ausstellung „Klimt und die Antike. Erotische Begegnungen“ in der Orangerie im Unteren Belvedere zu sehen. Als Gegenleihgabe wird in der Zeit im Ferdinandeum (2. Stock) Klimts „Dame in Weiß“ in der Präsentationsreihe „Zu Gast aus aller Welt“ gezeigt, die neue Perspektiven in der Schausammlung und die Einbindung der Tiroler Landesmuseen in das internationale Leihwesen eröffnet.

„Leihgaben spielen im Museumswesen vor allem hinsichtlich von Sonderausstellungen eine wichtige Rolle. Wir freuen uns, dem Belvedere ein Schlüsselwerk von Gustav Klimt als Leihgabe für dessen aktuelle Schau zur Verfügung zu stellen“, betont PD Dr. Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen, und fährt fort: „Die Gegenleihgabe des Belvedere ‚Dame in Weiß‘ passt hervorragend in unsere Schausammlung und ist eine würdige Vertreterin für das Pembaur-Porträt. Ich hoffe, dass viele Tirolerinnen und Tiroler die Gelegenheit nutzen und ins Ferdinandeum kommen, um Klimts Ölbild aus Wien zu betrachten.“

Porträt von Josef Pembaur

Josef Pembaur (1875-1950) schuf als Komponist Werke, die nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika aufgeführt wurden. Das Porträt aus dem Jahr 1890 zählt zu den seltenen Männerporträts, die Gustav Klimt gemalt hat. Es zeigt eine fotografisch genaue, zeitgenössische Darstellung Pembaurs und verweist mit den Ornamenten im Bildhintergrund auf seine musikalische Tätigkeit. Im von Klimt bemalten Rahmen zitiert der Künstler die antike Kunst. So ziert die rechte Seite des Rahmens zum Beispiel Apollo als Lyraspieler auf einer ionischen Säule. Das Nebeneinander von fotografischem Porträt und Ornamentik machen das Gemälde nicht nur zu einem Schlüsselbild im Schaffen von Gustav Klimt, sondern auch zu einem zentralen Dokument innerhalb der Modernen Galerie im Ferdinandeum.

Die Dame in Weiß

Die Gegenleihgabe des Belvedere, die „Dame in Weiß, zählt zu den unvollendeten Bildern von Klimt und ist auf das Jahr 1917/1918 datiert. Das Porträt wurde nach dem Tod des Künstlers in dessen letztem Atelier in der Feldmühlgasse gefunden. Die Identität der Dargestellten ist nicht geklärt. Aufgrund der Ähnlichkeit wird vermutet, dass es sich um Ria Munk handelt. Die dargestellte Frau hebt sich mit ihrem Lächeln von anderen, meist mimisch zurückhaltenden Modellen Klimts ab. Die Silhouette aber entspricht jener, die Klimt auch auf anderen Porträts seiner späten Schaffensperiode darstellt.

Schausammlung im Ferdinandeum

Die Kunst nach 1900 im Ferdinandeum dokumentiert die wichtigsten stilistischen Tendenzen der österreichischen Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwartskunst in exemplarischen Bildwerken. Durch Ankäufe, öffentliche und private Leihgaben, Stiftungen oder Legate ergänzt, ist die Sammlung mittlerweile zu einer bedeutenden Sammlung österreichischer Kunst geworden. Ausgestellt sind u. a. Arbeiten von Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Richard Gerstl, Albin Egger-Lienz, Max Weiler, Alfons Walde und Markus Prachensky.

Im Bild: Gustav Klimt – DAME IN WEISS – Belvedere/c-TLM

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