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Podiumsgespräch zu Wilfried Kirschl im Innsbrucker Ferdinandeum

14 Giugno 2017

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Podiumsgespräch zu Wilfried Kirschl im Innsbrucker Ferdinandeum

Wilfried Kirschl hat die Tiroler Kulturlandschaft in vielfacher Weise geprägt. Er stellte als Kurator Ausstellungen zusammen, war als Kunstpublizist in Printmedien und Fernsehen präsent, verfasste Künstlermonografien, beispielsweise über Albin Egger-Lienz, und fing als Maler u. a. die Landschaft Griechenlands ein. Darüber hinaus war Kirschl als Sammler tätig und trug über vier Jahrzehnte hinweg Werke von größtenteils Tiroler KünstlerInnen zusammen. Die Ausstellung „Mit dem Auge des Künstlers. Die Sammlung Kirschl“ im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum zeigt noch bis 26. November eine Auswahl von 130 gesammelten und selbst gemalten Werken Kirschls.

In einem Podiumsgespräch am Donnerstag, 22. Juni, um 19 Uhr, unterhalten sich die KünstlerInnen llse Abka-Prandstetter, Georg Loewit und Rudi Wach im Ferdinandeum über Wilfried Kirschl. Alle drei kannten Kirschl persönlich und standen in freundschaftlicher Beziehung mit dem Maler und Sammler. Mit Ilse Abka-Prandstetter und Georg Loewit war Kirschl im Vorstand der Tiroler Künstlerschaft aktiv. Gemeinsam mit Rudi Wach gab Kirschl eine Monografie über Anton Tiefenthaler heraus und arbeitete an der posthum erschienenen Monografie zu Ludwig Penz. Moderiert wird das Gespräch von Günther Dankl, Kurator der Ausstellung und Kustos der Kunstgeschichtlichen Sammlungen ab 1900 & Grafischen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen.

Über Wilfried Kirschl

Kirschl wurde 1930 in Wörgl geboren. Er studierte von 1948 bis 1952 an der Wiener Akademie der bildenden Künste in der Meisterklasse von Josef Dobrowsky und im „Abendakt“ bei Herbert Boeckl. Nach seiner Ausbildung in Wien setzte er seine Ausbildung an der privaten Kunstschule von André Lhote in Paris sowie an der französischen Mittelmeerküste fort.

Ab 1953 war Kirschl Teil der aktiven Künstlerszene in Innsbruck. 1964 gründete er gemeinsam mit Magdalena Hörmann, Paul Flora und Oswald Oberhuber die Galerie im Taxispalais Innsbruck. Bis 1983 kuratierte er dort 38 Ausstellungen. Von 1966 bis 1991 war er Mitglied des Kulturbeirats des Landes Tirol und von 1991 bis 2006 Mitglied des Verwaltungsausschusses und des Fachausschusses für Kunst im Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Als Vizepräsident (ab 1970) und späteres Mitglied des Vorstands der Tiroler Künstlerschaft (ab 1986) hat er für dieselbe nicht nur mehrere Ausstellungen durchgeführt, sondern auch die Geschicke des Vereins über Jahre hindurch entscheidend geprägt.

1965 nahm Kirschl seine publizistische Aktivität mit Artikeln in Tageszeitungen und Kunstmagazinen auf. In den viereinhalb Jahrzehnten zwischen 1965 und seinem Tod 2010 erschienen von ihm nicht weniger als elf Bücher, mehr als zwei Dutzend Artikel in Zeitungen und Magazinen, fast zwanzig Katalogtexte sowie acht Beiträge für Rundfunk und Fernsehen. Kirschl wurde u. a. 1995 mit dem Ehrenzeichen des Landes Tirol, 1998 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

Im Bild: Wilfried Kirschl im Cafe Central, Innsbruck, um 2005/c-Peter Bloch    

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