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Auf Wiedersehen, Carrie Fisher

27 Dicembre 2016

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Auf Wiedersehen, Carrie Fisher

Von Claudia von Dzerzawa

Carrie Fisher ist tot. Im Alter von nur 60 Jahren starb die einzigartige Schauspielerin, Autorin und Entertainerin heute in ihrer Heimatstadt Los Angeles.

Star-Wars-Fans kennen Carrie Fisher seit 1977, doch die Weltöffentlichkeit kannte sie schon, als sie frisch in den Windeln lag: Als Tochter von Sänger, Schauspieler und Frauenschwarm Eddie Fisher und Singing-in-the-Rain-Energiebündel Debbie Reynolds zählte sie bereits von Geburt an zum Hochadel Hollywoods.

„Als ich geboren wurde, beachtete mich also niemand. Diese Tatsache habe ich seither auszugleichen versucht“, so schrieb sie in typischer Fisher-Manier 2008 in ihrer Autobiographie Wishful Drinking.

Fisher trat bereits mit 12 Jahren erstmals zusammen mit ihrer Mutter vor Publikum auf, mit 15 schmiss sie die High School, um Schauspielerin zu werden. 18 Monate lang erlernte sie an einer führenden Londoner Theaterakademie ihr Handwerk, bevor sie 1975 in der Warren-Beatty-/Julie-Christie-Komödie Shampoo ihr Filmdebüt gab. Als George Lucas im folgenden Jahr nach Darstellern für seine Weltraumhelden suchte, reduzierte er sein Kandidatenfeld in mehreren Schritten auf 2 Dreiergruppen: In der einen Christopher Walken (Han Solo), Will Seltzer (Luke Skywalker) und Terri Nunn (Prinzessin Leia), in der anderen Harrison Ford, Mark Hamill und Carrie Fisher, die über ihre Auswahl später witzelte, Lucas habe nicht so sehr sie angeheuert, als vielmehr 3 Viertel von ihr.

Der Erfolg von Star Wars brachte Fisher Ruhm und Berühmtheit, aber nur selten anspruchsvolle Rollen. Die Welt kannte sie bis zum Schluss vor allem als ewige Prinzessin Leia und vielleicht noch als Attentäterin in Blues Brothers und Meg Ryans Freundin in Harry und Sally. Fisher aber war weit mehr als das: Jahrelang war die erfolgreiche Autorin von halbautobiographischen Romamen wie Grüße aus Hollywood und Bay, bye, ich liebe Dich eine von Hollywoods gefragtesten Drehbuchretterinnen, die u.a. für Steven Spielberg Hook und für Richard Donner Lethal Weapon 3 in Ordnung brachte.

Vor allem aber war Carrie Fisher – oder vielmehr die vielen Carrie Fishers, die in ihrem bipolaren Geist steckten – jahrelang eine erfolgreiche und unglaublich bissige Entertainerin, die mit entwaffnender Offenheit über ihre Drogenerfahrungen, Beziehungen und Hollywood-Welt zu erzählen wusste. Sie amüsierte sich über ihre Mutter, die ihr aus Sorge um ihren Drogenmissbrauch ein Beratungsgespräch mit Cary Grant organisierte, über ihre Depressionen, die ihr einen Ehrenplatz in einem Lehrbuch für Psychopathologie einbrachte und über ihr durch Star Wars auf immer verändertes Leben, über das sie einmal meinte: „George Lucas hat mein Leben ruiniert. Und ich meine das auf die netteste mögliche Weise.“

Quelle: https://claudia2902.wordpress.com/2016/12/27/auf-wiedersehen-carrie-fisher/

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