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Assad erklärt Stadt Aleppo für befreit„“Was heute in Aleppo passiert, wird Geschichte schreiben.“

15 Dicembre 2016

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Assad erklärt Stadt Aleppo für befreit„“Was heute in Aleppo passiert, wird Geschichte schreiben.“

Von Claudia von Dzerzawa

Syriens Präsident Assad hat die Stadt Aleppo für befreit erklärt. Er gratulierte dem syrischen Volk in einer Erklärung in Damaskus: „Was heute in Aleppo passiert, wird Geschichte schreiben.“ Menschenrechtler fürchten Racheakte gegen Assad-Gegner.

Im Laufe des Tages waren die ersten Rebellen nach jahrelangen Kämpfen aus der Stadt abgezogen und mit Bussen ins Umland von Aleppo transportiert worden. Die Rebellen hatten sich mit der Führung in Damaskus auf einen Abzug geeinigt. Aleppo war die am heftigsten umkämpfte Stadt im syrischen Bürgerkrieg. „Es ist die Verantwortung des Assad-Regimes und seiner russischen und iranischen Unterstützer, die Versorgung der Menschen sicherzustellen und für ihre Sicherheit zu sorge“, so sagte Bundesaußenminister Steinmeier.

Entscheidend ist jetzt: Egal ob Männer, Frauen oder Kinder – es darf keine Übergriffe, Gewalt- oder Racheakte gegen die Zivilbevölkerung oder Angehörige ziviler Hilfsstrukturen wie die Weißhelme geben, so Steinmeier weiter.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz twitterte am Nachmittag, 20 Busse und 13 Krankenwagen sind dabei, die Frontlinie bei Ost-Aleppo zu überqueren. Zuvor hatte die Organisation mitgeteilt, die Evakuierung von etwa 200 Verwundeten laufe, darunter Schwerverletzte. Der britische Sender BBC berichtete, die ersten Fahrzeuge hätten den Übergabe-Ort erreicht. Gesicherte Zahlen gab es zunächst nicht. Die Evakuierung war von der Angst vor Zwischenfällen begleitet, da frühere Feuerpausen kollabiert waren.

Der humanitäre UN-Berater für Syrien, Jan Egeland, erklärte in Genf, er hofft auf eine erfolgreiche und störungsfreie Evakuierung der ehemaligen Rebellenhochburg Ost-Aleppo. Konkrete Zahlen nannte er nicht, sprach aber von Tausenden Menschen. „Das Fenster, das wir jetzt haben, werden wir nie wieder bekommen“, twitterte er.

Der britische Sender BBC übermittelte Bilder des syrischen Staatsfernsehens von einem Konvoi grüner Busse und weißer Krankenwagen, die Ost-Aleppo verlassen. „4.000 Rebellen und ihre Familien sollen am Donnerstag aus östlichen Distrikten evakuiert werden“, hatte das Fernsehen zuvor erklärt. Im belagerten Ostteil der Stadt, den Rebellen kontrolliert hatten, harrten bis zuletzt Zehntausende Menschen unter katastrophalen Umständen aus.

„Der Horror geht weiter“

Zu Syrien sagte BBC“Es ist klar, dass das Regime und seine Alliierten, Russland und Iran, eine Verantwortung für das haben, was passiert ist und was passiert in Aleppo.“ Der Europäische Rat verurteile „nachdrücklich“ den Sturmangriff auf Aleppo, „einschließlich der gezielten Angriffe auf Zivilpersonen und Krankenhäuser“, so heißt es in einem Entwurf für die Erklärung des EU-Gipfels.

Die Kämpfe müssten sofort eingestellt werden, heißt es darin. Verantwortliche für Verstöße gegen das Völkerrecht sollen zur Rechenschaft gezogen werden. Hilfswerke bitten indes dringend um Spenden für die Menschen in Syrien. „Der Horror geht weiter“, erklärte die Organisation SOS-Kinderdörfer in München. „Der Winter steht vor der Tür, das wird die Not noch einmal dramatisch verschärfen.“ Während Organisationen wie UNICEF und Caritas anhaltend Spenden für Syrien registrieren, haben sich die Eingänge beim Deutschen Roten Kreuz und dem Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ deutlich verringert.

Quelle: https://claudia2902.wordpress.com/2016/12/15/assad-erklaert-stadt-aleppo-fuer-befreit-was-heute-in-aleppo-passiert-wird-geschichte-schreiben/

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