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„Mein Trugbild zu ferner, individueller Realität.” – Nikola Trafojer stellt in Bozen

16 Ottobre 2016

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„Mein Trugbild zu ferner, individueller Realität.” – Nikola Trafojer stellt in Bozen

Sehenswerte Bilderausstellung in der „Kleinen Galerie“

Der junge Südtiroler Künstler und Designer Nikola Trafojer stellt bis zum 26. Oktober in der „Kleinen Galerie“ in Bozen verschiedene Ölbilder aus. Im Interview erzählt Nikola einige interessante Details bezüglich dieser künstlerischen Tätigkeit.

Nikola, am Freitag wurde in der „Kleinen Galerie“ von Bozen deine Bilderausstellung eröffnet. Das Thema lautet: „Mein Trugbild zu ferner, individueller Realität.” Es handelt sich um Bilder surrealistischen Stil?

Ich stelle 9 Ölbilder verschiedener Formate im surrealistischen Stil aus.
Ich finde den Surrealismus deshalb interessant, da man einwandfrei Reales mit Surrealem mischen kann und sich auch ein Hauch an Philosophischem versteckt. Die Surrealisten bedienten sich der Lehren von Freud & Nietzsche. 

Ich habe erfahren, dass du dich seit einigen Jahren der Malerei widmest. Du warst aber schon vorher immer kreativ. Immerhin bist du auch ein Mediengestalter. Was hat dich dazu dich mit der Malerei auseinanderzusetzen? 

Ich besuchte die LBS „Gutenberg“ und absolvierte dann zwei Diplome zum Mediengestalter. 
Die Ausbildung forderte bereits einen praktischen, kreativen Teil.
Ich fand die Schule sehr gut. Die Ausbildung enthält viel Praxis und ist meiner Meinung nach sehr empfehlenswert.
Mit der Malerei habe ich begonnen, nachdem ich im Oktober 2014 in Paris ein Dalí Museum besucht habe. Der Besuch erweckte in mir ein so großes Interesse am Malen, dass ich gleich nach meiner Ankunft in München mit der Ölmalerei begann.
Aus diesem Grund sind meine Bilder sehr stark vom Surrealismus und auch von Salvador Dalí, der zu den bedeutendsten Vertretern der Bewegung zählt, geprägt.
Mein größtes Ziel zurzeit ist es etwas Eigenes zu entwickeln und deshalb ich bin auf der ständigen Suche nach meiner Individualität.

Du lebst in München. Wie ist das Leben in der Großstadt? Hast du dort interessante Künstlerinnen und Künstler kennengelernt?

Ich habe von September 2012 bis Juni 2016 in München gelebt. Dort habe ich eine 3-jährige Ausbildung in den Bereichen Film und Video absolviert.
In dieser Zeit lernte ich die Kunstrichtung Concept-Art kennen und bediente mich dieser Richtung. Sie beinhaltet digitale Malerei mit Collage in pixelorientierten Programmen. Die Kunstrichtung dient der Erstellung digitaler Konzepte, die später als Grundlagen für die Fantasiewelt verwendet werden. Ich finde das Leben in einer Großstadt hektisch und ein wenig oberflächlich. Man bleibt gerne in seiner Komfortzone.
Nach einiger Zeit, so glaube ich, werden viele, die in der Natur aufwuchsen und eigentlich die Ruhe der Provinz lieben, wieder dorthin zurückkehren, wo ihre Wurzeln liegen.

Ich habe einen alten Freund in München wieder getroffen. Er hatte die gleichen Interessen wie ich, sprich, die der Malerei. Wir wurden sehr gute Freunde und sind beide zur gleichen Zeit von München nach Bozen zurückgezogen. Ich habe auch einen ehemaligen Leiter vom Amtsgericht in Wolfratshausen (nähe München) kennengelernt. Der ist dort Galerist und liebt Kunst über alles. Bei ihm durfte ich zum ersten Mal Gemälde ausstellen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Eine letzte Frage. Fühlst du dich mehr ein Maler oder Designer?

Ich fühle mich ein wenig mehr zu der Malerei hingezogen als zu der Grafik. Doch ich werde niemals nur ein Maler sein. Ich finde Abwechslung ist ein sehr wichtiger Punkt bei der Arbeit. Auch im Videobereich werde ich weiterhin tätig sein.
Im Film kann man in Kombination von Musik und Bewegbild, die emotionalste Seite eines Menschen berühren.
Unabhängig von den Projekten, die im Laufe meines Lebens auf mich zukommen sollten, werde ich mich immer wieder mit neuen Aufgaben auseinandersetzten. Die Technik ist dabei zweitrangig. Was für mich wichtig ist, ist eben mich neuen Herausforderungen zu stellen, um mich selbst verwirklichen zu können. 

“Kleine Galerie – Piccola Galleria” in der Passage am Alten Rathaus 8 (Ecke Dr.-Streiter-Gasse 25)

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