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Heldentat oder Verbrechen?

25 Ottobre 2016

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Heldentat oder Verbrechen?

Wenige Wochen nach des Ausstrahlung des Films „Terror“ zeigt das Deutsche Theater Berlin die Uraufführungs-Produktion von Ferdinand von Schirachs Theaterstück in Bozen und Meran. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller und Jurist stellt in dem Stück Fragen, die die Grundfesten der Demokratie berühren: Was passiert, wenn Terror unseren Alltag beherrscht?

 Was geschieht, wenn ein Passagierflugzeug von Terroristen entführt wird und auf ein ausverkauftes Fußballstadion zurast? Welche juristischen, moralischen und philosophischen Mittel hat unsere Gesellschaft in solch einer Ausnahmesituation? Darf die Würde des Menschen angetastet werden, wenn dadurch vermeintlich mehr Menschen gerettet werden können? Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 zu retten? Das Gericht steht vor einer schweren Entscheidung. Durfte der Kampfpilot Lars Koch eine Passagiermaschine abschießen, um zu verhindern, dass ein Terrorist das Flugzeug auf die vollbesetzte Allianz Arena stürzen lässt? Weil es keinen Befehl gab und er sich eigenmächtig über geltendes Recht hinwegsetzte, muss sich der 31-Jährige vor einem Schöffengericht verantworten. Für den Angeklagten ist klar, dass er als Soldat im Kampf gegen den Terrorismus nicht anders handeln konnte. Doch ist Lars Koch ein Held oder ein Mörder? Ob er schuldig gesprochen wird oder nicht, entscheidet das Theaterpublikum.

Das Stück „Terror“ wurde im Oktober 2015 zeitgleich in Berlin und Frankfurt uraufgeführt und in derselben Spielzeit noch an 14 weiteren deutschen Bühnen inszeniert.

Die Gastspiele des Deutschen Theaters Berlin finden am 2. November im Waltherhaus in Bozen und am 3. November im Stadttheater in Meran statt. Aufführungsbeginn: um 20 Uhr. Kostenlose Einführungen um 19.15 Uhr.

Karten erhältlich in allen Athesia Buchhandlungen, online unter ticketone.it oder im Südtiroler Kulturinstitut. Infos unter 0471 313800, im Internet: www.kulturinstitut.org

Unterstützt wird das Gastspiel von Apleria, subventioniert von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung Deutsche Kultur.

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