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Zu Anfang belächelt – heute gefeiert: Sebastian Kurz ist 30

27 Agosto 2016

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Zu Anfang belächelt – heute gefeiert: Sebastian Kurz ist 30

von Claudia von Dzerzawa

Sebastian Kurz hat die Twen-Zone verlassen. Europas jüngster Außenminister ist heute 30 Jahre alt. Feiern wird er wohl nicht groß, sondern gemütlich im Kreis der Familie in Niederösterreich, so sagte er zur „Kleinen Zeitung“.

Die Karriere des gebürtigen Wieners reiht sich durchaus in eine gewisse österreichische Tradition ein. Mit Hannes Androsch (SPÖ) und Karl-Heinz Grasser (FPÖ/später ÖVP) gab es schon zwei Mal Jungstars, die sich früh mit geschliffener Rhetorik die Herzen von Volk und Medien eroberten. Doch bis ganz oben haben es weder Androsch noch Grasser geschafft. Kurz ging es besser an.

Taktisch geschickt hat der heute 30-Jährige seine Karriere Schritt für Schritt aufgebaut und wartet gelassen auf den für ihn günstigsten Zeitpunkt, es einmal an der Spitze zu versuchen. Steine in den Weg würden ihm parteiintern wohl kaum gelegt werden. Kurz, wiewohl auch in den eigenen Reihen als Ich-AG mitunter kritisiert, gilt den Schwarzen derzeit als einziger potenzieller Heilsbringer, so die kleine Zeitung.

Politisch auffällig wurde er erstmals 2008, als ihn der damalige Wiener Parteichef Johannes Hahn als Kandidaten für die Nationalratswahl auf die Liste nahm. Mit einem Mandat wurde es nichts, das holte er sich zwei Jahre später im Wiener Landtag nach einem eher grenzwertigen Wahlkampf, sein Geil-o-Mobil ist dank Kurz‘ späterer Karriere der wahrscheinlich bekannteste Polit-Bolide des Landes.

Damals hätte wohl kaum jemand vorausgesagt, dass jener frech bis präpotent auftretende Jung-Politiker sechs Jahre später bereits wohl eingesessener Außenminister sein wird, der in Wien den Gastgeber der Syrien-Friedensgespräche geben durfte und international zum Schließmeister der Balkan-Flüchtlingsroute ausgerufen wurde. Zu verdanken hat er das dem damaligen Vizekanzler Michael Spindelegger, der Kurz im April 2011 zur allgemeinen Überraschung nicht einmal 25-jährig zum Staatssekretär machte, und das auch noch im heiklen Integrationsbereich.

Statt selbst das Ruder zu übernehmen, setzte Kurz mit Gernot Blümel einen Vertrauten an die Spitze der Hauptstadt-Partei, was man durchaus als Teil seines Karriere-Puzzles sehen kann. Der stets joviale, dabei aber auch durchaus glatte Außenminister versteht es geschickt, Netzwerke zu basteln. Als Förderer hat er unter anderem den niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll auserkoren, in der ÖVP keine schlechte Wahl.

Ob Kurz Kanzler kann, wird freilich nicht nur von ihm abhängen. Angesichts der Umfrage-Werte der Volkspartei würde es wohl auch für ihn schwer sein, die ÖVP an die Spitze zu führen. Insofern könnte Kurz, der seit vielen Jahren in einer fixen Beziehung lebt, seine 30er-Jahre auch dazu nützen, sein Studium zu beenden, in die Privatwirtschaft zu wechseln um später möglicherweise ein fulminantes Polit-Comeback zu feiern. Möglich ist in Sachen Kurz derzeit ziemlich viel. Quelle:kleinezeitung.at

Quelle: https://claudia2902.wordpress.com/2016/08/27/zu-anfang-belaechelt-heute-gefeiert-sebastian-kurz-ist-30/

Im Bild: Sebastian Kurz/Porträt von Claudio Calabrese 

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