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Friedensdenkmal mit faschistischer Symbolik: Wie passt das zusammen?

28 Luglio 2016

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Friedensdenkmal mit faschistischer Symbolik: Wie passt das zusammen?

Im Bild v.l.n.r.: Cristian Kollmann und Sven Knoll
Die Süd-Tiroler Freiheit zeigt sich skeptisch über den Vorstoß von Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi, das so genannte Siegesdenkmal in Friedensdenkmal umbenennen zu wollen.
„Die Abschaffung der Bezeichnung Siegesdenkmal und die Umbenennung in Friedensdenkmal klingt nur oberflächlich betrachtet gut, denn die Bezeichnung Friedensdenkmal täuscht bewusst darüber hinweg, wofür das Denkmal steht, nämlich den Sieg Italiens über Österreich, die Annexion des heutigen Süd-Tirols durch Italien sowie die Unterdrückung der Süd-Tiroler!“, geben der Landtagsabgeordnete Sven Knoll und der Ortsprecher von Bozen, Cristian Kollmann, zu bedenken.
Einen Namen Friedensdenkmal für ein Denkmal, dessen Botschaft eine ganz andere ist, halten Knoll und Kollmann für absolut irreführend. Er würde suggerieren, dass die Teilung Tirols und die Verbrechen des Faschismus rückblickend eine gute Sache gewesen wären und der Bevölkerung letztendlich Frieden beschert hätten.
„Eine Bezeichnung Friedensdenkmal wäre nur dann zielführend und nachhaltig friedenserhaltend, wenn gleichzeitig auch das Erscheinungsbild des Denkmals geändert würde, und zwar, indem zumindest die faschistische Symbolik und die beleidigende Inschrift entfernt werden. Diese stehen zu einer Bezeichnung Friedensdenkmal in diametralem Widerspruch und sind ein Hohn auf einen wirklich ernst gemeinten Frieden! Nach Caramaschis Logik ließe sich, durch bloße Umbenennung in „Friedenskreuz“, wohl auch das Hakenkreuz zum Friedenssymbol uminterpretieren!“, schlussfolgert Kollmann.
Aus aktuellen Anlass erneuert die Süd-Tiroler Freiheit daher ihre Forderung nach der Umbenennung des Platzes vor dem Siegesdenkmal in „Antifaschismus-Platz“. Sven Knoll erklärt: „Durch diese Maßnahme würde die Stadt Bozen dem Faschismus – besonders angesichts der erstarkten Präsenz von CasaPound im Gemeinderat – eine klare Absage erteilen. Doch so lange Caramaschi nicht bereit ist, ein wirklich ernst gemeintes Zeichen gegen den Faschismus zu setzen, bleibt sein Vorschlag nicht mehr und nicht weniger als der durchschaubare Versuch, das Siegesdenkmal durch bloße Umbenennung als entfaschistisiertes und friedenserhaltendes Kulturgut zu reinterpretieren, ohne an diesem äußerlich etwas verändern zu müssen. Offenbar will Caramaschi den Italienern weiterhin jedwede ernsthafte Auseinandersetzung mit Bozens faschistischer Vergangenheit und Gegenwart ersparen!
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