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Denkmal für Erzherzog Eugen von Österreich wieder aufgestellt

14 Giugno 2016

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Denkmal für Erzherzog Eugen von Österreich wieder aufgestellt

Im Bild: Hochmeister Abt P. Bruno Platter OT würdigt die Verdienste von Erzherzog Eugen für den Orden.

Von Simon Terzer 

Zu einer Feierstunde anlässlich der Neuaufstellung des Denkmals für Erzherzog Eugen an der Hl.-Kreuz-Kirche hatten der Deutsche Orden in Südtirol, die Pfarrei, die Raiffeisenkasse, der Heimatschutzverein und die Marktgemeinde Lana am 11. Juni geladen. Erschienen waren der Hochmeister des Deutschen Ordens, Abt Dr. Bruno Platter OT, Ordens-Generalsekretär P. Olaf Wurm OT, Frau Oberin Hiltraud Unterkalmsteiner OT mit Schwestern aus Lanegg, Brüder aus dem Konvent und den Pfarreien des Ordens, darunter Altprior P. Peter Lantschner OT und Dekan und Generalrat P. Peter Unterhofer OT. Die Familiaren der Ballei an der Etsch und im Gebirge waren zahlreich mit Balleimeister Dr. Werner Wallnöfer der Einladung gefolgt. Aus der Komturei an Enns und Salzach hatten sich in Begleitung von Univ.-Prof. Dr. Ewald Volgger OT aus Linz Familiaren eingefunden. Aus Lana konnte Prior P. Arnold Wieland OT P. Bruno Frank OFMCap, den Bürgermeister Dr. Harald Stauder mit Gemeindereferenten, den Obmann der Raiffeisenkasse, Dr. Hans Telser, mit Direktor Hubert Wegleiter und Vertretern des Verwaltungs- und Aufsichtsrates begrüßen sowie Eduard Graber, Präsident des Pfarrgemeinderates. Von den Vertretern der Vereine und Verbände waren neben dem Heimatschutzverein auch die Schützenkompanie Franz Höfler, der katholische Arbeiterverein und der Freundeskreis der österreichisch-ungarischen Monarchie mit Abordnungen oder Vertretern erschienen.

In seinen Grußworten ging Obmann Dr. Telser auf die Geschichte des Denkmals ein. 1950/51 als Gipsmodell von Prof. Franz Santifaller in Innsbruck geschaffen, wurde es von seinem Schüler, Prof. Erich Keber, 1991 dem Prior in Lana als Guss angeboten. Später auch der Marktgemeinde Lana, welche das Angebot schließlich an die Raiffeisenkasse weiterleitete. Diese kaufte die neu gegossene Bronzebüste 1996 und setzte sie im Jahr darauf auf einen Sandsteinsockel vor das Kassengebäude in Oberlana. Nach dem Neubau lag das Denkmal länger im Depot, bis sich Heimatschutzverein, Toni Margesin FamOT und Altprior P. Peter Lantschner OT um die Neuaufstellung kümmerten. Im Rahmen der 125-Jahr-Feiern der Raiffeisenkasse Lana übergab nun Dr. Telser dem Obmann des Heimatschutzvereines Lana, Albert Innerhofer, das Denkmal zur weiteren Betreuung. Albert Innerhofer dankte der Raiffeisenkasse für die Übergabe und die Finanzierung der Restaurierung und würdigte Eugens Bedeutung für Lana. Nicht umsonst wurde der Platz vor der Kreuzkirche gewählt, denn hier beginnt die Erzherzog-Eugen-Straße, welche zum gleichnamigen Kindergarten führt und hier steht der Priesterkonvent, der von Eugen bei seinen zahlreichen Aufenthalten in Lana besucht wurde.

Die Marktgemeinde Lana hat durch einen Beitrag an den Heimatschutzverein die Bepflanzung des Beetes um das Denkmal ermöglicht. Bürgermeister Dr. Harald Stauder ging in seinen Grußworten auf die europäische Dimension des Erzherzogs und auf seine Beziehungen zu Lana ein. Dem Heimatschutzverein dankte er für die Initiative.

Hochmeister Abt Dr. Bruno Platter würdigte Erzherzog Eugen vor allem für seinen vielfältigen Einsatz für den Deutschen Orden. Eugen, geboren 1863, gestorben 1954 in Meran und in der Hl.-Kreuz-Kirche aufgebahrt, war Feldmarschall der k. u. k. Armee und von 1894 bis 1923 letzter weltlicher Hoch- und Deutschmeister des Deutschen Ritter-Ordens. Wie jedes Familienmitglied der Habsburger, so erlernte auch er einen Handwerksberuf. Der Schreibtisch an dem der Hochmeister heute noch arbeitet, wurde von Eugen als Tischler gefertigt. Als Ordensoberhaupt förderte er vor allem das geistige, kulturelle und soziale Engagement an allen Ordensniederlassungen. Der Konvent in Lana erhielt durch ihn 1896 wieder seine Selbständigkeit als eigenes Priorat, die Burg Busau in Mähren wurde einer Restaurierung unterzogen, zahlreiche Schulen und Ordenseinrichtungen erbaut und Feldspitäler vor allem im Ersten Weltkrieg betrieben. In Lana finanzierte er den Umbau der St.-Margareth-Kirche und des Priesterkonventes, den Neubau der Schule und der Kirche in Lanegg. Auch in der Umgebung von Lana sind viele Gebäude ohne seine Mithilfe nicht denkbar, etwa die Kirche in Gargazon oder das Spital in Tscherms.

Die Feier schloss mit der Segnung des Denkmals durch den Hochmeister und mit der Kaiserhymne, vorgetragen von einer Bläsergruppe der Bürgerkapelle Lana. Im Anschluss lud der Prior zu einem Umtrunk, bei dem sich der Vizeobmann des Heimatschutzvereines, Simon Terzer, bei den Initiatoren, Mithelfern und Erschienen bedankte. Als Dankeschön erhielten ein von Robert Rác FamOT verfasste Monographie über Erzherzog Eugen überreicht: der Hochmeister, die Raiffeisenkasse, Bürgermeister Dr. Stauder, Toni Margesin, Balleimeister Dr. Wallnöfer. Die Restaurierung, die Anbringung von Inschriften und die Politur hatten die Steinmetzfirma Höllrigl aus Lana bzw. die Gießerei Dirler in Marling besorgt. Die Gärtnerei Galanthus aus Lana mit Herrn Mayrhofer war für die Beetgestaltung verantwortlich, die Gemeindearbeiter mit Referent Helmuth Holzner für die Bewässerungsanlage. Herrn Dekan P. Peter Unterhofer wurde für die Überlassung des Platzes gedankt und den Schützen für die Beflaggung.

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Eugen-Denkmal bei der Hl.- Kreuz-Kirche.
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Brüder, Schwestern und Familiaren des Deutschen Ordens mit dem Hochmeister Abt P. Bruno Platter.
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Prior P. Arnold Wieland OT, Georg Hörwarter vom Freundeskreis der k. u k. österreichisch-ungarischen Monarchie und Albert Innerhofer, Obmann des Heimatschutzvereins.

Fotos: Albert Innerhofer, Elfriede Gabrieli Zöggeler, Text: Simon Terzer

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