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Der Spuk ist aus: Nie wieder Rente!

1 Maggio 2016

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Der Spuk ist aus: Nie wieder Rente!

von Andreas Varesco

Das italienische Renteninstitut INPS macht neuerdings seinem Namen alle Ehre. Was, Sie wissen nicht, wofür INPS steht? Nun, wollen wir ausnahmsweise über diese Bildungslücke hinwegsehen. INPS ist die Abkürzung für: Institut netter positiver Schlagzeilen. Und tatsächlich werden die Staatsbürger, die ganz freiwillig, man stelle sich vor freiwillig, in die staatliche Rentenkasse einzahlen, immer wieder mit den Geist erhebenden Meldungen aufgeheitert. Schließlich will das zahlende Volk unterhalten werden. Brot und Spiele, das war schon immer so.

Hier also die gute Nachricht von der Rentenfront: Die 80er Jahrgänge dürfen, wenn alles gut läuft und danach sieht es momentan aus, mindestens bis 70, im besten Falle bis 75 Jahre arbeiten. Eine ganze Generation atmet erleichtert auf: Die Gefahr des „Dolce far niente“ ist gebannt. Die 80er brauchen sich definitiv nicht den Kopf darüber zerbrechen, wie sie ihr zweites Leben nach der Pension gestalten sollen. Es wird kein Leben danach geben. Einfach perfekt!

Irgendwie bemitleidenswert die armen Leute, die beim Erreichen ihres 70. Lebensjahres schon 16 Jahre und mehr Pension erdulden mussten. Ganz besonders hart getroffen hat es diejenigen, die das Schicksal mit der sogenannten „Babypension“ gestraft hat. Wenn die Menschen über die Arbeitswelt sprechen, fühlen sie sich zurecht ausgeschlossen. Es ist taktlos, über etwas zu sprechen, von dem andere Anwesende keine Ahnung haben, weil ihnen nie die Chance gegeben worden ist, richtig in der Arbeitswelt anzukommen.

Zurück zu den 80ern: Sie haben doppeltes Glück. Denn sie dürfen nicht nur länger aktiv am Arbeitsprozess teilhaben, sondern können, wenn sie einst gezwungen sind, die Pension anzutreten, dies wenigstens mit gutem Gewissen tun. Sie werden nämlich auf den Großteil ihrer Rente verzichten und damit dem lieben Staat wenig kosten. Das ist schon ein Hochgefühl, wenn man der Allgemeinheit etwas Gutes tun darf. Und für jene vom Schicksal Gestraften, die das Pech haben sollten, dass sie vielleicht doch nach 40 Arbeitsjahren in die Rente gezwungen werden, anbei ein kleiner Trost: Letzten Meldungen zufolge sinkt die Lebenserwartung. Also Kopf hoch, wird schon nicht ganz schiefgehen.

Übrigens: Bei den Gemeinderatswahlen in Bozen bewirbt sich auch eine Partei für Rentner. Vermutlich setzen sie sich gegen die Zwangspension zur Wehr. Verständlich, die Armen. Und das Beste kommt wie immer zum Schluss: Anstatt yolo heißt es künftig yowo. You only work once.

 

 

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