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Südtiroler Heimatbund: Zum 90. Todestag des Bozner Bürgermeisters Julius Perathoner

17 Aprile 2016

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Südtiroler Heimatbund: Zum 90. Todestag des Bozner Bürgermeisters Julius Perathoner

Südtiroler Heimatbund: Zum 90. Todestag des Bozner Bürgermeisters Julius Perathoner

Am 17. April 1926 verstarb der letzte deutsche Bürgermeister von Bozen, Dr. Julius Perathoner. Seine Amtszeit als erster Bürger ist noch heute sichtbar. Julius Perathoner, ein gebürtiger Pusterer, war von 1895 bis 1922 Bürgermeister von Bozen. Seine Amtszeit endete gewaltsam Er wurde nämlich im Zuge des Marsches auf Bozen von den Faschisten entgegen jedes Gesetz einfach für abgesetzt erklärt, so Obmann Roland Lang.
Julius Perathoner galt im Nationalitätenstreit der Habsburgermonarchie als gemäßigt und als Mann des Ausgleichs. Er wurde aber ein Opfer des italienischen Nationalismus, da er von den Faschisten unter wohlwollender Duldung der Italienischen Regierung abgesetzt wurde.
Schon in seiner Antrittsrede als Bürgermeister am 15. März 1895 betonte er:
 „In nationaler Beziehung werde ich nicht vergessen, dass Bozen eine deutsche Stadt ist und eine solche bleiben soll [die italienische Volksgruppe bildete damals in Bozen eine kleine Minderheit]. Ich werde aber ebenso im Auge behalten, dass eine Anzahl von Mitbürgern italienischer Zunge sich in unserer Stadt befindet, mit welchen die Deutschen im Frieden und im Einvernehmen leben wollen.

Die Anerkennung des deutschen Charakters unserer Stadt, seitens unserer italienischen Mitbürger auf der einen Seite, die Achtung vor der durch herrliche Sprache und hervorragende Kultur sich auszeichnenden italienischen Nation andererseits sowie die beiden Volksstämmen gemeinsamen patriotischen Empfindungen haben ein glückliches Verhältnis zwischen Deutschen und Italienern in unserer Stadt geschaffen, dessen Trübung im Interesse beider Teile uns hoffentlich erspart bleibt.“
Perathoner war 1902 bis 1907 Tiroler Landtagsabgeordneter und von 1901 bis 1911 Reichsratsabgeordneter in Wien.
Zu Ehren von  Perathoner wurde der Perathoner-Stein im Münchner Stadtteil Harlaching errichtet, der 1927 eingeweiht wurde, die Perathoner-Straße in Bozen nach ihm benannt sowie eine Bronzetafel am Eingang des Bozner Rathauses angebracht.
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