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Abwanderung der Südtiroler Jugend muss wachrütteln

11 Gennaio 2016

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Abwanderung der Südtiroler Jugend muss wachrütteln

Generalsekretär Simon Auer und Vorstandsmitglied Philipp Kleon fordern Gegenmaßnahmen

Gemäß einer Studie der Handelskammer von Monza haben 949 Südtiroler im Alter zwischen 18 und 39 Jahren im Jahr 2014 Südtirol verlassen und haben sich vorwiegend in den nördlichen Nachbarländern niedergelassen. Hauptsächlich wegen drei Gründen würden junge Südtiroler das Land verlassen: höhere Gehälter verbunden mit beruflichen Erfolgsaussichten, Studienzwecke und Unternehmensaufbau. Die Freiheitlichen Vorstandsmitglieder Auer und Kleon fordern von der verantwortlichen Politik eine Kurskorrektur, denn längerfristig bedeutet die Abwanderung der heimischen Jugend einen Nachteil für das ganze Land.

„Bürokratie, prekäre Arbeitsverhältnisse und unternehmerische Hürden lasten schwer auf Südtirols Jugend. Die damit zusammenhängenden wettbewerbsvermindernden Tendenzen wirken sich unmittelbar auf alle Bürger aus. Denn eingeschränkte Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und in der wirtschaftlichen Entfaltung schmälern die Standbeine einer gesunden Ökonomie. Für heimische Unternehmen und Beschäftigte wird es zusehends schwieriger, sich auf dem globalen Markt zu behaupten, da ihnen die Möglichkeiten zur Umsetzung einer Wirtschaft, auf dem das ganze Land gedeihen kann, entzogen werden“, so Simon Auer.

Südtirol, das sich auch im wirtschaftlich leckgeschlagenen staatlichen Boot befindet, ist in seiner Wettbewerbsfähigkeit gehemmt. Diese Tatsache ist umso schmerzlicher, da die nördlichen Nachbarstaaten teils mit hervorragenden Platzierungen in der Wettbewerbsfähigkeit punkten.

„Der steuerliche Druck der sowohl von den Unternehmen als auch von den Familien geschultert werden muss und die wachsende Bürokratie sind für ein zielgerichtetes und zukunftsorientiertes Wirtschaften nicht förderlich“, so der Freiheitliche Generalsekretär Simon Auer. „Mit Blick auf Südtirols Jugend, die unter derartigen Rahmenbedingungen die Abwanderung ins Auge fasst, ist die Entwicklung besorgniserregend. Ungünstige Wettbewerbsvoraussetzungen schmälern die Chance der Jugendlichen im Berufsleben Fuß zu fassen oder verbauen die Möglichkeiten eine selbstständige Existenz aufzubauen.“

Damit verbunden ist der Drang zur Abwanderung, den die jungen Menschen wahrnehmen. Vor allem die Schweiz, Österreich oder Deutschland bieten, mit Blick auf den tertiären Sektor, unterschiedliche Entfaltungsmöglichkeiten an. „Südtirol, ein Land im Herzen Europas, das aus der Fülle dreier Kulturen schöpfen kann, hätte gleich wie unsere nördlichen Nachbarn, alle Voraussetzungen wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen. Denn hemmende Faktoren bei der Wettbewerbsfähigkeit und der Verlust von Fachkräften bringen genauso sozioökonomische Probleme für die Gesellschaft mit sich, wie eine hohe Arbeitslosigkeit“, so Auer.

Es ist höchste Zeit eine greifbare Entbürokratisierung voranzutreiben, einfache und klare gesetzliche Grundlagen schaffen, damit auf Rechtssicherheit gebaut werden kann und neue Ideen und Innovationen Raum zu lassen, denn ansonsten wackelt das wirtschaftliche Fundament von Morgen“, unterstreichen Kleon und Auer abschließend.

Im Bild: v.l.n.r Simon Auer und Philipp Kleon

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