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Frauen haben andere Sorgen – Quotendiskussion schadet den Frauen in der Karriere

11 Ottobre 2015

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Frauen haben andere Sorgen – Quotendiskussion schadet den Frauen in der Karriere

Warum schweigen die SVP-Frauen, wenn es darum geht, den hunderttausenden, kulturfremden Männern aus Macho-Staaten, die gerade unseren Kontinent überfluten, das europäische Frauenbild zu vermitteln oder sind wir Frauen plötzlich Freiwild?
„Langsam aber sicher wird es peinlich für die Quoten-Frauen im Regionalrat. Während sich immer mehr Frauen, egal welcher Altersklasse oder welcher gesellschaftlicher Schicht sie angehören, Sorgen darüber machen, ob die hunderttausenden, großteils muslimischen Männer, die gerade unseren Kontinent stürmen, bereit sein werden, sich in unsere Kultur zu integrieren, unsere Regeln, unsere Weltbilder, unsere Frauenrechte und unsere Säkularisierung anzunehmen, bricht wieder einmal die sinnlose Diskussion über die Frauenquote los. Verschämt oder gar geschickt klammert das linke Establishment, zu denen leider inzwischen auch die SVP gehört, in seinem Flüchtlingstaumel die heiklen Multi-kulti-Themen aus. Lieber arbeitet man sich noch immer artig am alten Feindbild traditioneller Frauenrollen, der Entmachtung des patriarchalen weißen Mannes und gendergerechter Sprache ab. Reine Luxusdebatten angesichts des islamischen Frauenbilds, das gerade zuwandert! Wer erklärt den jungen Männern, dass 15-jährige Mädchen auch leicht bekleidet hierzulande kein Freiwild sind? Dass Frauen hier anziehen und sagen, was sie wollen. Dass sie alleine und wie auch immer bekleidet durch die Straßen gehen. Sich ihre Männer, Freunde und Berufe selbst auswählen und dass all das ihr gutes Recht ist. Davon höre ich weder von den SVP-Frauen noch von anderen Frauen aus der linken Reichshälfte etwas. Stattdessen immer wieder das Thema der Quote, das mittlerweile allen halbwegs selbständig denkenden Menschen auf die Nerven geht. Sind mehr Frauen in Führungspositionen wünschenswert? Ja, unbedingt! Ist dabei eine Quotenregelung der richtige Weg? Nein. Ich bin überzeugt, dass die Quote nicht an den eigentlichen Ursachen für eine zwar steigende, aber immer noch geringe Anzahl von Frauen in Führungspositionen ansetzt und deshalb langfristig wirkungslos, wenn nicht gar kontraproduktiv ist“, schreibt die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair in einer Aussendung.
Frauen und Männer haben unterschiedliche Interessen und Neigungen, was weder gut noch schlecht ist und vielleicht sollten wir das einfach akzeptieren. Dann gibt es die ambitionierten Frauen, die gern Karriere machen möchten, aber – manchmal vergeblich – darauf warten, “entdeckt” zu werden. Viele Frauen machen ihre Ansprüche nicht deutlich genug oder scheuen auch eher als Männer davor zurück, mehr Verantwortung in Aufgaben oder Projekten zu übernehmen, die sie vielleicht nicht zu 100 Prozent beherrschen, die sie aber beruflich weiterbringen oder sichtbar machen würden.
“Nach meiner langjährigen Beobachtung gibt es aber noch einen weiteren, wesentlichen Grund, der ungern ausgesprochen wird: Es gibt viele berufstätige Frauen, für die eine Karriere einfach nicht erstrebenswert ist und die, wenn ihnen eine Beförderung angeboten wird, diese nicht annehmen, häufig mit dem Argument, dass sie sich da wohl fühlen, wo sie sind. Das mag jeder bewerten, wie er mag – mich stört nur, dass dieser Punkt von den politischen Befürwortern einer Quotenregelung nicht bedacht wird. Viele Frauen haben einfach keine Lust auf den mit einer Karriere verbundenen Stress, die Mehrarbeit, die Machtspiele und den damit verbundenen Druck. Sie haben mehrheitlich andere Ansprüche, was ein erfülltes Leben anbelangt und dazu gehört eben nicht die Karriere bis in die Vorstandsetage, den Gemeindeausschuss oder die Landesregierung. Männer, nebenbei erwähnt, haben meist auch keine Lust auf Machtspiele und den täglichen Kampf um die besten Plätze; sie sind aber im Gegensatz zu Frauen unter einem viel größeren Zwang, Karriere zu machen, während dies für Frauen nach wie vor nur eine Option von vielen ist. Was nützt in dieser Situation also eine gesetzliche Quote? Gar nichts. Die Quotenregelung führt – mit bester Absicht in der Sache – in eine gegenteilige, nachteilige Richtung. Sie bedeutet vor allem eine Diskriminierung der in gleichem Maße qualifizierten Männer, womit dann die Männer aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden, damit Frauen aufgrund ihres Geschlechts bevorteilt werden“, hält Mair weiter fest.
“Die Quote beleidigt und setzt die Leistungen derer herab, die auch ohne Quotenregelung die Karriereleiter erklommen haben oder noch erklimmen werden. Schon heute sehen sich die Frauen, die aufgrund ihrer Leistung eine Führungsposition innehaben, zunehmend dem unterschwelligen Vorwurf ausgesetzt, es nur wegen ‘der Quote’ geschafft zu haben. Das steht dann demnächst auf einer Stufe mit dem altbekannten und zu Recht in Vergessenheit geratenen ‘Sie hat sich hochgeschlafen’, und ich kenne keine Frau, die so etwas über sich hören oder lesen möchte. Ambitionierte Frauen müssen stärker ermuntert und befähigt werden, ihre Leistung und Leistungsbereitschaft zu vermarkten und Forderungen zu stellen. Nur die permanente Betonung des Unterschieds im Geschlecht, die hält sich hartnäckig und nimmt immer wieder bizarre Formen an. Am meisten würde uns aber ein entspannterer, realistischerer Umgang mit dem Thema ‘Frauen und Karriere’ weiterhelfen sowie mehr Toleranz gegenüber den unterschiedlichen Lebensentwürfen und Einstellungen. Niemand muss Karriere machen (weder Frauen noch Männer) und wer das möchte, verdient Anerkennung und Unterstützung (Frauen wie Männer), und die diskriminierende Förderung eines Geschlechts zu Lasten des anderen über eine Quote hilft da nicht weiter. Daher: mehr Frauen in Führungspositionen: Ja – wenn es das ist, was sie auch wirklich wollen, und mit Maßnahmen, die wirklich helfen“, schließt Mair.
 

 

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