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Südtirol und die Flüchtlinge

25 Agosto 2015

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Südtirol und die Flüchtlinge

Es gehört wohl zu den größten Unwahrheiten in der derzeitigen Flüchtlingsdebatte, wenn man sagt, dass auch wir Südtiroler in unserer Geschichte einmal „Flüchtlinge“ gewesen seien. Die Südtiroler waren damals, als sie ihre Heimat verlassen mussten, eine deutsche und ladinische Minderheit, und haben in den deutschen Nachbarstaaten, bei ihren eigenen Landsleuten, von denen sie gegen ihren Willen abgetrennt wurden, versucht, eine Existenz aufzubauen und ihren Beitrag zum Aufbau zu leisten. Sie nahmen ihr Schicksal in die eigene Hand und legten es nicht in die Hand eines Sozialstaates. Sie haben vielfach darauf gewartet, in ihre Heimat Südtirol zurückkehren zu können und nie das Band zu ihrer Heimat verloren. Der Großteil der heutigen Flüchtlinge besteht hingegen nicht aus „echten“ Flüchtlingen, sondern aus „Wirtschaftsflüchtlingen“ und illegalen Einwanderern, die Risiken und Geld in Kauf nehmen, um das Mittelmeer zu überqueren und um in Europa, diesem „gesegneten“ Kontinent unterzukommen, bestenfalls in den sozialtechnisch reich ausgestatteten Nordstaaten – das alles auf Kosten derer, die wirklich Anrecht auf Asyl hätten, weil sie vor Krieg, Terror und Verfolgung flüchten müssen.

Michael Demanega, Salurn

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