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Landeskulturgesetz: Mehr Südtiroler Akteure bei öffentlich geförderten Veranstaltungsreihen

17 Luglio 2015

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Landeskulturgesetz: Mehr Südtiroler Akteure bei öffentlich geförderten Veranstaltungsreihen

Südtiroler Volkspartei – Auch bei kulturellen Veranstaltungsreihen werden künftig einheimische „Produkte“ in der Förderung mehr Berücksichtigung finden. Der Südtiroler Landtag hat dazu einem Beschlussantrag zum Kulturgesetz – eingebracht von Landtagsabgeordneten Albert Wurzer – zugestimmt. Dieser sieht, für die Antragssteller der deutschen Sprachgruppe, eine stärkere Besetzung von Südtiroler Akteuren bei öffentlich geförderten Veranstaltungsreihen (z.B. Konzertreihen, Theaterreihen, Festivals usw.) als Kriterium für die Beitragsvergabe vor. Im Besonderen soll dieses auch für die Gewährung von jährlichen Zuweisungen bei mehrjährigen Programmen gelten.

Das oberste Gebot für die Inanspruchnahme von Kulturförderung sollte die Nachhaltigkeit der Kulturprojekte sein. „In diesem Sinne müssen wir das fördern, was von Menschen, die hier leben, gehegt und gepflegt wird. Also das, an dem die Südtiroler Gesellschaft wachsen kann und wo Kontinuität, Seriosität und Qualität gegeben sind”, unterstreicht Landtagsabgeordneter Albert Wurzer. In diesem Sinne richtete er sich mit einem Beschlussantrag an den Südtiroler Landtag. Für Beitragsgesuche der deutschen Sprachgruppe, sollen bei Veranstaltungsreihen die Teilnahme von einheimischen Künstlern und Kunstschaffenden sowie Produktionen aus Südtirol, als Kriterien berücksichtigt werden. „Kulturmittel sollten vor allem Kulturschaffenden zugute kommen und nicht ‘Event-Veranstaltern’, die häufig ihr gesamtes Angebot außerhalb von Südtirol ‘zukaufen’ und damit große Mittel binden”, gibt Wurzer zu bedenken. Er verweist darauf, dass dann für Anträge von kleinen, lokalen Einzelvereinen, in denen viele Menschen ehrenamtlich mitarbeiten, meist die Mittel nicht mehr reichen. „Große Veranstalter arbeiten nicht immer nachhaltig im Sinne der Kultur. Sie betreiben wenig oder gar keine Jugendarbeit und üben nur selten eine kontinuierliche Tätigkeit aus”, betont Wurzer. Ein bestimmtes Angebot an renommierten Künstlern von außerhalb der Landesgrenzen sei durchaus begrüßenswert und gewährleiste die Offenheit zu anderen Kulturkreisen. Allerdings sollte sich dieses in einem vernünftigen Rahmen bewegen. Die Südtiroler Kulturarbeit lebe nicht von den wenigen großen Veranstaltungen, sondern von den zahlreichen kleinen Projekten und Projektträgern in unseren Dörfern und Städten. Zu ihnen gehören neben den Künstlern und Kunstschaffenden, die vielen Theatervereine, Kirchen- und andere Chöre, unsere Musikkapellen, Schützenvereine u.a.m. Sie alle sollten künftig auch in größere, öffentlich geförderten Veranstaltungsreihen vermehrt eingebunden werden.

Im Bild: SVP-L.Abg. Albert Wurzer

 

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