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Ex-Diplomat, Widerstandskämpfer Ludwig Steiner verstorben

29 Giugno 2015

Ex-Diplomat, Widerstandskämpfer Ludwig Steiner verstorben

Der ÖVP-Politiker starb am Sonntag im Alter von 93 Jahren. Dies teilte am Montag ein Sprecher der Familie mit. Steiner war bereits in jungen Jahren politisch aktiv. So war er Mitglied der Widerstandsgruppe O5 gegen das NS-Regime.

Mit Ludwig Steiner ist eine der interessantesten politischen Persönlichkeiten Österreichs verstorben. Der Tiroler hatte über 93 Jahre ein bewegtes Leben. Widerstandskämpfer, Zeitzeuge der Staatsvertrags-Gespräche, Staatssekretär im Außenministerium, Vorsitzender des Lucona-U-Ausschusses und schließlich aktiv bei der Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern.

Ludwig Steiner war bis ins hohe Alter ein heller Kopf. Keine zwei Monate ist es her, dass er angesichts des Staatsvertrags-Jubiläums die Geschehnisse des Jahres 1955 in Interviews Revue passieren ließ. Den 15. Mai 1955 bezeichnete er als den wichtigsten Tag seines politischen Lebens. Im gleichen Atemzug hob Steiner aber auch hervor, 1945 dabei gewesen zu sein, als eine kleine Gruppe von Widerstandskämpfern Innsbruck von den Nazis befreit hatte.

Steiner setzte sich insbesondere für die Menschenrechte und die Belange Südtirols ein. Er war Vizepräsident der Union Europäischer Christdemokraten (UECD) und Ehrenmitglied von Europarat und Südtiroler Volkspartei. Von 1989 bis 1996 war Steiner Präsident der Politischen Akademie der ÖVP. Seine letzte große öffentliche Funktion war die des Vorsitzenden des Komitees des österreichischen Versöhnungsfonds über die Entschädigungszahlungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter.

Mit dem Tod von Ludwig Steiner verliere das Land “einen großen Österreicher, einen großen Politiker und eine der ganz großen Persönlichkeiten der Österreichischen Volkspartei“.

Unser Land hätte ohne Menschen wie Steiner nicht diese positive Entwicklung genommen“, so würdigte Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) Steiner.

Die Südtiroler Volkspartei trauert um ihr Ehrenmitglied Steiner. Parteiobmann Philipp Achammer meinte, der Verstorbene habe „die Geschicke der österreichischen Minderheit in Südtirol zu seinem Herzensanliegen gemacht und an maßgeblicher Stelle wesentlich zur positiven Lösung der Südtirolfrage beigetragen“.

Außenminister Kurz würdigte Steiners außerordentliche Leistungen für die Freiheit und Unabhängigkeit Österreichs sowie die Autonomie Südtirols. „Ludwig Steiner bleibt durch seinen Widerstand gegen die Nationalsozialisten, seinen Beitrag zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit und Freiheit Österreichs sowie seinen Einsatz für Südtirol ein Vorbild.“

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