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„Tiroler Stimmen“ sind zurück – SÜD-TIROLER FREIHEIT gründet eigene Landtagszeitung

8 Aprile 2015

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„Tiroler Stimmen“ sind zurück – SÜD-TIROLER FREIHEIT gründet eigene Landtagszeitung

Von 1861 bis 1919 erschien in ganz Tirol die bekannte Tageszeitung „Tiroler Stimmen“. Die Landtagsfraktion der SÜD-TIROLER FREIHEIT knüpft an diese Tradition an und gibt ab sofort eine eigene Landtagszeitung heraus, die wieder den Titel „Tiroler Stimmen“ trägt. Der Name könnte passender nicht sein und steht bereits für das Programm, denn die Abgeordneten der SÜD-TIROLER FREIHEIT sind die Tiroler Stimmen im Süd-Tiroler Landtag. Die „Tiroler Stimmen“ werden viermal im Jahr erscheinen und alle interessierten Bürger über die Arbeit der SÜD-TIROLER FREIHEIT im Landtag informieren.

Information ist die Währung der Demokratie.

Diesem bekannten Zitat des US-Präsidenten Thomas Jefferson folgend, möchte die Landtagsfraktion der SÜD-TIROLER FREIHEIT einen aktiven Beitrag zur Aufwertung des Landtages leisten und dem Wunsch vieler Bürger nach mehr Information über aktuelle politische Entwicklungen nachkommen. Es tut daher not, der Bevölkerung ein eigenes Medium anzubieten, das ausführlich über die Arbeiten im Hohen Haus Süd-Tirols berichtet. Neben Beiträgen über aktuelle Gesetzentwürfe, Beschlussanträge und Anfragen, werden auch politische Debatten Gegenstand der Berichterstattung sein.

Multimediale Zeitung.

Die „Tiroler Stimmen“ sind multimedial aufgebaut und enthalten neben klassischen Artikeln auch QR-Codes mit Links zu Audio- und Videobeiträgen von Landtagsdebatten und Interviews mit den Abgeordneten. Auch die Live-Übertragung aus dem Landtag, die bisher noch kaum bekannt ist und daher zu wenig genutzt wird, soll damit aufgewertet und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Ziel ist es kurzum, die umfangreiche Arbeit im Süd-Tiroler Landtag mit ebenso umfangreichen Informationskanälen zu verbreiten.

Geschichte der „Tiroler Stimmen“.

Die Entstehung der „Tiroler Stimmen“ ist eng verbunden mit dem Wunsch der Tiroler nach größtmöglicher Unabhängigkeit. Das Oktoberdiplom von 1860 sah eine Dezentralisierung des Staates vor. Hiefür benötigte man jedoch auch in Tirol geeignete Organe, mit denen der öffentlichen Meinung sowie der Programmatik der neu entstehenden Parteien Ausdruck verliehen werden sollte. Am 27. April 1861 erschienen in der Innsbrucker Vereinsbuchdruckerei erstmals die „Tiroler Stimmen“, die sich alsbald einer großen Leserschaft erfreuten. Da die „Tiroler Stimmen“ zunehmend Partei für die katholisch-konservative Landtagsmehrheit ergriffen, brachte ihnen dies immer wieder Schwierigkeiten mit der zentralistisch ausgerichtetenStaatsbehörde ein, was mehrfach zu Prozessen und Beschlagnahmungen der Zeitung führte. Um der Auflösung zuvorzukommen, stellte man die „Tiroler Stimmen“ am 9. Mai 1868 in Eigenregie ein, um bereits zwei Tage später als „neue Zeitung“ mit dem Titel „Neue Tiroler Stimmen“ weiter zu erscheinen. Trotz aller Schwierigkeiten etablierten sich die  „Tiroler Stimmen“ zu einer der bedeutendsten politischen Zeitungen Tirols, für die nicht nur namhafte Politiker wie der spätere Landeshauptmann Theodor Kathrein und der Bozner Bürgermeister Julius Perathoner, sondern auch bekannte Literaten und Wissenschaftler wie Johann Georg Vonbank, Josef Praxmarer und Josef Hirn schrieben.

Die ersten Jahre der Zeitung waren geprägt vom Kulturkampf in Tirol. Ab den 1890er Jahren rückte zunehmend der Nationalitätenkonflikt mit Welschtirol in den Mittelpunkt, über den die „Tiroler Stimmen“ ausführlich berichteten. Besonders hervorzuheben sind dabei die medialen Auseinandersetzungen zwischen den „Tiroler Stimmen“ und der nationalistischen Zeitung „Alto Adige“, welche bereits damals, mit tatkräftiger Unterstützung von Ettore Tolomei, eine Italienisierung Süd-Tirols propagierte.

Die „Tiroler Stimmen“, die wie keine andere Zeitung für die Einheit Tirols standen, waren in vielerlei Hinsicht eine wertkonservative Zeitung, zugleich aber auch liberal, wenn es um die Rechte Anderer ging. In einer Zeit, als Antisemitismus von anderen Medien fast selbstverständlich verbreitet wurde, nahmen die „Tiroler Stimmen“ in vielen Artikeln eine kritische Haltung dazu ein. Am 15. November 1919 erschien die letzte Ausgabe der „Tiroler Stimmen“. Der verlorene Weltkrieg und die Teilung Tirols, die ein Erscheinen als Gesamt-Tiroler Tageszeitung nicht länger ermöglichen, besiegelten das Ende dieser politischen Zeitung, die mehr als 58 Jahre lang die Geschicke Tirols begleitet und geprägt hatte.

Die Geschichte der „Tiroler Stimmen“ ist somit die Geschichte einer Zeit, in und von der die Zeitung geschrieben hat.

So kann man die „Tiroler Stimmen“ beziehen:

Die „Tiroler Stimmen“ können von allen Bürgern unentgeltlich bestellt werden und stehen auch zum Herunterladen bereit.

Bestellungen werden unter Angabe von Name und Anschrift entgegen genommen:

Mit den „Tiroler Stimmen“ erweitert die Landtagsfraktion der SÜD-TIROLER FREIHEIT ihre Kommunikationspolitik um ein neues, qualitativ ansprechendes Medium, um die Bürger über die Arbeit im Landtag zu informieren. Modern, multimedial, zeitgemäß. Geleitet von einem Zitat der ersten Ausgabe: „Unsere Partei ist die Wahrheit, die Pflicht und das Gewissen“, heißt es in der Aussendung.

Im Bild: v.l.n.r.: Bernhard Zimmerhofer, Myriam Atz Tammerle, Stefan Zelger, Sven Knoll, Cristian Kollmann und Hartmuth Staffler

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