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Gemeinderatswahlen Bozen: Nicol Mastella – “Jeder Mensch hat Lust mitzureden, mitzudenken und mitzumischen”

10 Aprile 2015

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Gemeinderatswahlen Bozen: Nicol Mastella – “Jeder Mensch hat Lust mitzureden, mitzudenken und mitzumischen”

Nicol Mastella, 29 Jahre alt und in Bozen geboren ist Spitzenkandidatin der Liste „Io sto con Bolzano – für Bozen“ und unterstützt Bürgermeisterkandidat Angelo Gennaccaro. Sie ist Angestellte im Amt für Weiterbildung der deutschen Kultur in der Landesverwaltung und lebt in Bozen. Ihr Leben wird seit je her von der Zweisprachigkeit geprägt. Ihr Vater war italienischsprachiger Südtiroler und ihre meine Mutter ist deutschsprachig, die Zweisprachigkeit war somit nie ein Thema, sondern einfach ein natürlicher Teil ihres Lebens. Die Schulen hat sie allesamt in deutscher Sprache besucht. Die junge Boznerin genießt das einfache, naturgebundene Leben beim Mountainbiken, Bergwandern, Skitouren und Schneeschuhwandern. Ihre große Leidenschaft ist aber das Reisen, da es für sie nichts Tolleres gibt wie ein neues Land zu entdecken, mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen, die lokale Küche auszuprobieren und die Länder in vollen Zügen zu genießen. Ganz im Sinne des: “Die Welt ist ein Buch und wer nicht reist, liest nur eine Seite davon”, sind ihre Reisen ihre ganz persönliche Art sich jährlich weiterzubilden.

Sie sind die Spitzenkandidatin der Liste „Io sto con Bolzano – für Bozen“ und unterstützen Angelo Gennaccaro al Bürgermeisterkandidat. Welche sind die wichtigsten Punkte ihres Programms?

Unser Programm ist aus 40 Tagen Brainstorming mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt entstanden. Wir haben die Vorschläge, die uns die Leute täglich in unserem “Sitz” in der Mailandstraße hinterlegt haben, gebündelt und zu konkreten Vorschlägen zusammengefasst. Unser Augenmerk gilt vor allem der Jugend, der Errichtung eines mehrsprachigen Jugendtreffpunktes, der Aufwertung der Industriezone, der Arbeitslosigkeit, der Sicherheit (u.a. mehr Beleuchtung auch auf den Fahrradwegen) bis hin zu Themen wie der kostenfreie WLAN-Zugang in ganz Bozen, die Verbesserung der kostenlosen Angebote für den Freizeitsport (u.a.  Errichtung von Trimm-Dich-Pfädern auch außerhalb des Talfergebiets).

Sie sind noch sehr jung, dennoch wagen Sie den großen Schritt politisch aktiv sein zu wollen. Warum gerade mit dieser Liste?

Jeder Mensch hat Lust mitzureden, mitzudenken und mitzumischen. In diesem Sinne ist unsere Bürgerliste entstanden. Angelo Gennaccaro hat mich mit seiner Idee, einer jungen, unparteiischen Bürgerliste, die sich vom Parteidenken distanziert und sich ausschließlich mit konkreten Maßnahmen für das Wohl unserer Stadt einsetzt, gleich überzeugt. Eine Bürgerliste aus nicht Berufspolitikern. Wir sind 24 KandidatInnen, die alle aus unterschiedlichen Lebenskreisen, Sprachgruppen, Berufen usw. kommen. Menschen, die sich nicht gekannt haben und dennoch in der Lage waren ein politisches Programm zusammenzustellen, von dem alle überzeugt sind. Dies war auch einer der Hauptpunkte für meine Entscheidung mit Angelo Gennaccaro zu kandidieren. Zu wissen, dass die Liste noch kein Programm hatte, dass ich aktiv und konkret daran arbeiten konnte. Es war eine spannende und sehr intensive Zeit. Es freut mich, Angelo Gennaccaro als Bürgermeisterkandidat zu unterstützen, denn sein Enthusiasmus und seine Zukunftsvisionen können für unsere Stadt ausschlaggebend sein.

Haben Sie ein Herzensanliegen, das Ihnen ganz besonders unter den Nägeln brennt und das Sie gern im Bozner Gemeinderat auf den Tisch bringen würden?

Es klingt vielleicht schon fast selbstverständlich, aber mein größtes Anliegen ist es die Erkenntnis zu vermitteln, dass Zweisprachigkeit nicht ein Hindernis, sondern eine große Chance, ein Mehrwert, ein Trittbrett für die Zukunft ist. Beispielsweise mit der Einführung zweisprachiger Kindergärten, denn die Entwicklung der Sprache beginnt in den ersten Lebensjahren eines Kindes. Heutzutage schicken italienischsprachige Eltern, ihre Kinder in deutsche Kindergärten, weil sie dies als einzigen Ausweg für das Erlernen der Zweitsprache sehen. Das hat aber oft zur Folge, dass in deutschsprachigen Kindergärten nur mehr italienisch gesprochen wird. Das Beherrschen beider Landessprachen öffnet uns eine unglaubliche Vielzahl von Möglichkeiten. Auch in der Freizeit soll die Zweisprachigkeit immer mehr an Bedeutung gewinnen – nach dem Motto: “Spielend Sprachen erlenen”.

 

 

 

 

 

 

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