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Finanzmittel für Sozialbereich sinken „Bedarf steigt“

30 Giugno 2014

Finanzmittel für Sozialbereich sinken „Bedarf steigt“

Seit 2009 sinken die Finanzmittel für den Sozialbereich, so stol.it. Der Bedarf steigt aber weiterhin. 40 Millionen Euro fehlen. Diese zusätzlich benötigten Gelder für das Familiengeld, die Mietbeiträge und die Erhöhung der Mindestrente sollen aus dem Topf der Region kommen und in Kürze von der Landesregierung zugewiesen werden, so berichtete Soziallandesrätin Martha Stocker heute. In Bozen stellte sie den Sozialbericht vor.
Die Entwicklung der Ausgaben entspricht laut Stocker den ursprünglichen Prognosen. Allein der Gesamtfinanzrahmen hat sich geändert. 2013 sind die Gelder im Sozialbereich mit 186,1 Millionen Euro für das Pflegegeld verwendet worden.

Insgesamt 14.440 Personen beziehen das Pflegegeld. „Fast drei Viertel davon leben zu Hause, was dem Ziel der Zuwendung entspricht”, sagte Sozialabteilungsdirektor Critelli. Durch die Einführung des Pflegegeldes konnte laut Critelli der Andrang auf die Altersheimplätze eingedämmt werden.

Mit 107,6 Millionen Euro wurden laut Stocker die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaften finanziert, mit 40,7 Millionen Euro die Leistungen für Zivilinvaliden, mit 35,7 Millionen die finanzielle Sozialhilfe, mit 28,5 Millionen Euro die Beiträge für Soziale Dienste und Tätigkeiten, mit 16,9 Millionen Euro das Familiengeld und mit 16,4 Millionen Euro Investitionen.

Im Allgemeinen ist im Sozialwesen durch die rückläufige finanzielle Entwicklung auch ein Ausbau der Dienste gebremst worden, sagte der Abteilungsdirektor.

Eine interne Umschichtung zwischen Diensten und Angeboten habe ebenso stattgefunden, wie die Entwicklung neuer flexibler und niederschwelliger Dienstformen, erläuterte Critelli. „ So wurden beispielsweise weniger stationäre Plätze geschaffen und dafür mehr Hilfe zu Hause”, so der Abteilungsdirektor.

Im Bereich der finanziellen Sozialhilfe zeigt sich mit 30,8 Millionen Euro 2013 laut Critelli eine deutliche Zunahme der Ausgaben gegenüber 2012 (21 Millionen Euro).

Die Erhöhung von rund 47 Prozent sei entscheidend dem Übergang vom Wohngeld zum Mietbeitrag geschuldet, so Critelli. „Bei den Mindesteinkommen macht der Ausgabenanstieg hingegen nur sieben Prozent aus; die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind aber deutlich spürbar”, meint der Abteilungsdirektor.

Nicht nur beim Bedarf, sondern entsprechend auch bei den Arbeitsplätzen ist der Sozialbereich ein Wachstumssektor, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren, sagte Landesrätin Stocker. Laut Critelli gab es 2013 insgesamt 6234 äquvalente Vollzeitkräfte.

Landesrätin Stocker berichtete von den wichtigsten Maßnahmen der vergangenen Monate. Ab September wird laut Stocker die Mindestrente auf 700 Euro im Monat aufgestockt, indem der Beitrag für die Wohnungsnebenkosten angehoben wird.

Beim Mietbeitrag sind Evaluierungen am Laufen, anhand deren Ergebnisse dann nachjustiert wird, so Stocker.

Die Soziallandesrätin verwies auch auf die Ausdehnung der Einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung EEVE seit April 2014 auf die Gemeinden und 2015 auf den Wohnbau.

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