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„Wohnungsnot in ganz Südtirol“

21 Aprile 2014

„Wohnungsnot in ganz Südtirol“

Es handelt sich zwar nur um eine Schätzung nach unten, weil die Daten von 15 Gemeinden noch fehlen und  die in Renovierung befindlichen Sozialwohnungen sowie nicht gemeldete Vermietungen noch nicht mitberücksichtigt wurden, ist es aber eine besorgniserregende Zahl, südtirolnews.
In ganz Südtirol standen Ende 2013 ganze 15.076 Wohnungen leer. Die Tendenz ist sogar langsam, aber konstant steigend.
Zum Teil mag die Wirtschaftskrise daran schuld sein, da zur Zeit noch rund 130 Neubauten zum Verkauf stehen. Einen nicht unwesentlichen Grund dürfte allerdings auch die Unfähigkeit, vor allem größerer Gemeinden spielen, in ihrer Stadtplanung bereits bestehende Wohnstrukturen zu nutzen, anstatt unnötigen neuen Baugrund auszuweisen.
Am Kopf der Rangliste liegt die Landeshauptstadt Bozen, mit einer vorsichtigen Schätzung von 2.500 leer stehenden Wohnungen, gefolgt von Meran (1.438), Welschnofen (1.027 inklusive der touristischen Wohnbauten) und Bruneck (695). Aber auch manche der mittleren und kleinen Gemeinden, insbesondere beliebte Touristenziele, weisen einen beachtlich hohen Anteil an leeren Wohnflächen auf, wie etwa Ahrntal (540), Deutschnofen (410), Enneberg (307), Laien (395), Kastelruth (358), Neumarkt (300), Ritten (240), St. Lorenzen (241), St. Cristina in Gröden (248) und Klausen (244).

In Bruneck stellen die unbewohnten Apartments bereits acht Prozent der Gesamtwohnungszahl im Gemeindegebiet. Im Fall von Bozen müssen laut M5S-Gemeinderat Alberto Filippi noch 400 WOBI-Sozialwohnungen und 100 Gemeindewohnungen hinzugezählt werden, wenn auch allerdings so manche unangemeldete Vermietung mit eingerechnet werden. In vielen Fällen bleiben Wohnungen laut Filippi auch einfach leer, weil ihre Besitzer ausschließlich  nur Mieter einheimischer Herkunft akzeptieren.

One Comment
  1. christoph gufler

    Der Vorschlag ist schon seit Jahren der, die Altbausanierung besser zu fördern als Neubauen, damit ist der Südtiroler Wirtschaft geholfen, den Handwerkern ebenso wie den Kaufleuten, den Gemeinden, weil sie sich teure Infrastrukturen und Folgekosten sparen, den Menschen, weil sie im Zentrum statt in derPheriferie leben können und unserer Heimat, weil manches wertvolle Erbe wiederbelebt wird.

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