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Empörung und Petition gegen Lanz

23 Gennaio 2014

Empörung und Petition gegen Lanz

Lanz

Markus Lanz weht nun ein eiskalter Wind entgegen, seit er sich in seiner letzten Sendung aufgeführt hat wie ein kleiner Junge mit Wahrnehmungsstörungen, so die „Zeitschrift Spiegelfechter“. 

Er unterbrach Sahra Wagenknecht, fragte dummes Zeug, versuchte, die Politikerin mit geschlossenen Fragen festzunageln. Eine der peinlichen Krönungen war schließlich die Frage, was Wagenknecht als Europa-Abgeordnete verdient hat.
Diese Frage wirkte sehr dreist. Zumal sie im Kontext nicht einmal einen politischen Mehrwert hat. Aber haben das Polit-Talkshows überhaupt? 
Wer sich als linker Politiker in eine Talkshow begibt, der findet sich fast immer in einer Schlangengrube wieder. Das kann am Moderator liegen, aber auch an den anderen Gästen. Bei Lanz war es das Duo mit dem „Stern“-Mitarbeiter Hans-Ulrich Jörges, der scheinbar vor der Sendung Hochprozentiges zu sich genommen hat, so explosiv wetterte er gegen Wagenknecht und die Linke. Sachlichkeit war nicht mit eingeladen worden, und genau so verhielt sich Jörges dann auch. Es war der eklige Höhepunkt einer Gesprächskultur, die rekordverdächtige Niveaulosigkeit zur Schau stellte. 
Markus Lanz gehört laut Medienbericht zweifellos zu den schwächsten und unangenehmsten Moderatoren im Polittalk-Geschäft. Er ist weder subtil noch witzig. Er eignet sich kaum Hintergrundwissen an und argumentiert wie jemand, der seine Informationen aus einem Bilderbuch gesammelt hat.
Die Welle der Empörung, eine Petition, die mehr als 50.000 Unterzeichner hat (Stand: 22.01.2014) und seine Absetzung fordert sowie umfassende mediale Aufmerksamkeit zeigen, dass Lanz durchschaut wurde. Als ein Blender, als ein Moderator, der komplett unfähig ist, als ein Mensch, der um der Provokation wegen jeden Anstand willig fallen lässt.
Jetzt droht er selbst, nach unten durchgereicht zu werden. Allerdings ebbt die Berichterstattung bereits ab, das ZDF hält sich bedeckt und stark zurück, Lanz selbst macht sich rar.
Wahrscheinlich wird er bleiben, als Moderator. Doch der Mann ist hart im Nehmen. Und er weiß, wie man mit einem Shitstorm umgeht. Das zeigt folgende Aussage: „Wenn der Shitstorm kommt, müssen Sie in der Lage sein, gedanklich einfach mal die Spülung zu drücken.” 
Für seine künftigen Polit-Talkshows bleibt ihm zu wünschen, dass möglichst viele Menschen nicht die Spülung, aber die Fernbedienung drücken. Um irgendwo hinzukommen, Hauptsache weg! 

 

 

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