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Dr. Albrecht Plangger

4 Febbraio 2013

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Dr. Albrecht Plangger

Dr. Albrecht Plangger
SVP-Südtiroler Volkspartei

von Christine Kofler

PLANGGER

 

 

Als „Vinschger Don Quichotte“ wurde er bezeichnet, zurecht – er kritisierte schon vor dem Energie-Eklat die „zentralistische“ SEL-Energiepolitik. Nun steht der gebürtige Grauner auf Platz 1 der SVP-Kandidatenliste für die Kammer – er gewann die Basiswahl mit deutlichem Vorsprung.

 

Plangger wurde 1960 in Graun geboren, nach seinem Jurastudium in Mailand arbeitete er als Zollbeamter am Reschen. 1990 wurde er Bürgermeister von Graun – und blieb es 20 Jahre lang.
Seit 2010 ist Plangger zudem Präsident des Vinschger Energiekonsortiums, welches die eigenständige Stromversorgung auf Genossenschaftsbasis, autarke Energieversorgung der Gemeinden sowie weitere talübergreifende Energieprojekte organisiert. Albrecht Plangger ist verheiratet und Vater dreier Söhne. Wir haben den Kandidaten der SVP zum Thema volksnahe Politik, zur Schuler-Misere und zu den anstehenden Herausforderungen in Rom befragt.

 

Sie haben die SVP-Basiswahl für die Kammer gewonnen. Über 90 Prozent der Stimmen kamen aus dem Vinschgau. Machen Sie besonders volksnahe Politik?

Ich war 20 Jahre lang Bürgermeister einer Vinschger Gemeinde und habe immer talübergreifende Projekte betreut. Ich bin daher in allen Orten präsent gewesen und nun hat man mir einen großen Vertrauensbeweis geschenkt. Diesen Vertrauensvorschuss will ich jetzt mit volksnaher und bodenständiger Politik dem ganzen Land Südtirol zurückgeben.

Was qualifiziert Sie für die Aufgabe in Rom, warum sollen wir Sie wählen?

Ich habe 20 Jahre Verwaltungserfahrung als Bürgermeister, war 15 Jahre als Vinschger „Außenminister“ im Gemeindeverband und Präsident des Konsortiums der Südtiroler Gemeinden im Wassereinzugsgebiet der Etsch (113 Gemeinden) und habe somit immer schon Südtiroler Politik betrieben. Die Interessen der Anrainergemeinden an den Großkraftwerken habe ich in Rom in der staatlichen Vereinigung FEDERBIM vertreten und mich dadurch mit der römischen Art Politik zu machen, vertraut gemacht.
Mein Ziel ist es, unseren autonomen Kompetenzen Respekt zu verschaffen und dem kleinen Südtirol im großen Italien zu seinem Recht verhelfen. Außerdem stehe ich für ein neues und unverbrauchtes Gesicht in der „hohen Politik“, habe langjährige Erfahrung in Verwaltung und besonders im Bereich der Energiepolitik. Ich bin eine hartnäckige, einsatzfreudige, eng mit Land und Lauten verbundene Stimme im römischen Parlament, inklusive Gespür für die Anliegen eines ländlichen Raumes.

Sollten die SVP die Hürde knacken, sind Sie der Erste, der in die Abgeordnetenkammer einzieht. Wofür würden Sie sich in Rom besonders einsetzen?

Als erstes natürlich für das mit dem Partito Democratico verhandelte Grundsatzpapier zur Aufwertung der Autonomie, für die Anpassung des Autonomiestatuts und die Finanzautonomie.

Der SEL-Skandal, die Blamage mit Schuler… die SVP-Basis ist verärgert, die Wähler sind enttäuscht, der Imageschaden für die Partei riesig. Selbst der Alt-SVPler Roland Ritz machte seinem Ärger Luft und nannte die Verantwortlichen für die Schuler-Misere „Zoggler“. Angst vor einer Wahlschlappe?

Ich glaube, dass wir trotz der kapitalen Fehler im Wahlkampf die 20-Prozent-Hürde schaffen werden und habe keine Angst. Das Land will und braucht neue Leute, daher wird man uns neuen Kandidaten nicht die Fehler vieler Landtagsabgeordneten anlasten, welche sich nur um ihre Wiederwahl im Landtag, aber nicht um die Vertretung der Südtiroler im Römischen Parlament scheren. Die Abrechnung der Wähler hat Zeit bis zur Landtagswahl im November.

Christine Kofler

 

 

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